Von Plettenberg Bay nach Ruiterbos in den Outeniqua Mountains

An unserem Abreisetag von der Angel Rest Farm waren wir alle ein bisschen wehmütig. Wir hatten uns hier so wohl gefühlt und es waren die ersten Tage an denen wir das Gefühl hatten unser Reisealltag spielt sich so langsam ein. Vor allem Zoe und Lilith waren sehr traurig , dass sie sich von den Pferden verabschieden mussten. Es tat Ihnen richtig gut so engen Kontakt mit Ihnen zu haben, dadurch waren sie das erste Mal seit langem geerdet.

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Dementsprechend war auch die Stimmung bei der Fahrt… Ein bisschen konnten wir die beiden aufheitern, als wir Ihnen erzählten unsere nächste Unterkunft sei eine Pferdefarm und einige Hörspiel-Folgen von Bibi&Tina auflegten.

In Mossel Bay machten wir im „Kaai 4 Braai Restaurant“ eine Mittagspause. Die Location befindet sich direkt im Hafen von Mossel Bay und verströmt einen Flair von Piraten-Strandbar-Mix. Die Speisen werden am offenen Feuer gegart und auf Blechtellern serviert und es gab sogar noch eine kleinen Besuch von zwei Robben im angrenzenden Hafenbecken. Leider hing der Familiensegen etwas schief, so dass wir das tolle Ambiente nicht so richtig geniessen konnten und wir danach mal wieder beschlossen: „wir gehen nie mehr mit den Kindern irgendwo essen !!!!!“

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Als wir dann auf der „Outeniqua Moon Percheron Stud Farm“ ankamen, hatten sich die Gemüter wieder etwas beruhigt. Wir bezogen unser Cottage, was nach der letzten Unterkunft wie ein kleines „Puppenhaus“ wirkte.

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Insgesamt unterscheidet sich die Farm sehr zur Letzten. Die Mädels sind hier aber relativ schnell gut angekommen, dass lag sicherlich an dem farmeigenen Spielplatz, sowie den drei Hunden ( 2 riesige, aber liebevolle Doggen Harry Potter und Orlando, sowie dem kleinen Cocker-Spaniel Mr. Crumb ) und den zwei Katzen. 

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Landschaftlich ist die Farm umgeben von den Outeniqua Mountains – ein Wahnsinns Panorama.

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Die Inhaberin, Gründerin, Housekeeping-Chefin, Buchhalterin, Empfangsdame und Chefköchin der Farm… Christine, ist eine spezielle, unterhaltsame und lustige ältere Dame. Mit verzottelten Haaren, einem von Hunde- und Pferdehaaren übersäten Poncho-ähnlichen Tuch um die Schultern wurden wir sehr lautstark von Ihr empfangen. Was sofort auffiel, ist Ihre unendliche, bedingungslose Liebe zu Ihren Pferden. Quasi in Dauerschleife hört man aus Ihrem Mund, mit einer quiekenden Stimme, als würde Sie mit einem Neugeborenen sprechen: „Oh, oh, oh my sweet, lovely darling… you are such a good horse… oh, oh you so gentle… Sweeeetheeeaart, come to mummy…“, während sie unentwegt die Pferde am Hals tätschelt, streichelt und Küsse auf die riesigen Mäuler verteilt. 

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Hierzu sei gesagt, es handelt sich bei Ihren Pferden, um Pferde der sehr selten gewordenen Rasse  Percheron, deren Rücken bis zu 1,80m hoch werden und ein Gewicht von durchschnittlich einer Tonne auf die Wage bringen. Dementsprechend groß sind auch die Köpfe und Mäuler dieser „Pferde-Riesen“… angeblich ist einer Ihrer Hengste das größte Pferd Südafrikas, wie uns Christine stolz erklärte…

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Sehr amüsant war auch, dass Christine immer darauf bestand sich hinter das Pferd zu stellen und den massigen Hinterbau der Stuten zu beachten… „Come on look this great butt..“ Ich konnte später auch die drei separat gehaltenen Hengste bestaunen, mit Ihrem „very big *** „.

Im Laufe der Tage durfte ich auch auf einem der Hengste sitzen, was sich tatsächlich sehr majestätisch, aber auch etwas komisch anfühlte. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass bei mir die Pferdeliebe noch nicht so sehr ausgebrochen ist, wie bei Lilith und Zoe.

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Weshalb ich auch ihr Angebot zu einer kostenfreien „Pferde-Meditation“ ausschlug… Für die beiden Mädels waren die Tage bei Christine aber natürlich ein Fest, jeden Morgen durften sie, auch ohne uns, mit Ihr zu den Pferden. Auf Ihnen sitzen, während sie aßen und sogar, mit Hilfe ihres sehr liebevollen Chef-Arbeiters Kevin, auf den Pferden stehen.

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Außerdem kamen Zoe und Lilith immer sehr gerne Christines Aufforderung nach die Pferde zu umarmen und zu küssen… „Come on darling, kiss her, give her a hug…. Oh how sweet…“

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Die Unterkunft an sich, war etwas, sagen wir mal schmuddeliger, als in Plettenberg Bay. Das wäre grundsätzlich kein Problem gewesen. Aber leider waren fast alle Tage hier sehr regnerisch und vor allem kalt, was die Abende und Nächte nicht wirklich gemütlicher machte, da die mobilen Heizelemente maximal die Räume in einem Radius von zehn Zentimetern erwärmten. Wir fühlten uns einfach in dem Cottage nicht wirklich wohl. Aber ich glaube, wir waren mal wieder einfach etwas überfordert, mit den wirklich extremen klimatischen Unterschieden in Südafrika. Von sengender Hitze, zu bitterkalten Nächten oder diesig kühlen verregneten Nachmittagen. Für jemanden wie Christine, sind dies ganz normale Zustände, wie auch die Einsamkeit auf solch einer Farm mitten in den Bergen. Sie antwortete mir auf die Frage, ob es denn hier draußen auch gefährlich wäre, dass Sie ihre Tore und Türen nie abschließen würde und sie keine Angst hätte. Und sowieso nichts fürchten würde, sie sei in Simbabwe groß geworden, während des sehr blutigen „Busch-Krieges“ und musste schon als kleines Mädchen mehrfach aus Ihrem Elternhaus flüchten, da dieses mit Mörsergranaten beschossen wurde.

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Christine hat sich auf die Haltung und Züchtung der Percheron-Pferde spezialisiert und betreibt seit 18 Jahren die Farm, mit Ihrem Mann, der aber alle sechs Wochen länger unterwegs ist, um neue Ölvorkommen zu suchen, so zumindest erklärte es mir Christine… Wir waren die ersten drei Tage die einzigen Gäste auf der Farm, daher konzentrierte sich Christine`s ambitionierte Gastfreundlichkeit komplett auf uns. Weshalb es täglich mehrere Momente gab, in denen Steffi, die Kinder und ich besprechen wollten, was wir heute noch unternehmen sollen… und urplötzlich Christine bei uns in der Küche oder auf der Terrasse stand und uns erklärte, wir könnten jetzt sofort dies oder das mit Ihr machen… oder in zehn Minuten, wenn es jetzt etwas zu spontan wäre. Da Steffi und ich nicht wirklich Personen sind, die anderen Leuten einfach sagen können: „Nö, haben wir jetzt irgendwie kein Bock…“, endete es meistens damit, dass wir uns fragend anschauten und Christine einhellig, wie zwei Schüler, antworteten: „Äh,… yes, why not.“ Somit waren unsere Tage meist schon recht durchgeplant, da Christine, bei Ihrer Lieblingsbeschäftigung „Gästeunterhaltung“, sehr ausdauernd ist und wie ein Geist plötzlich hinter Dir erscheint und eine neue Idee für den heutigen Tag hat. Angemerkt sei hier, dass die Ausflüge und Exkursionen mit Christine, am Ende immer sehr unterhaltsam und schön waren. So durften wir mit den Kindern eine halsbrecherische Kutschfahrt nach dem Frühstück mitmachen… *würg*… und einer Querfeldein-Fahrt, mit Christine`s Jeep über Ihre komplette Farm, beiwohnen.

Die Umgebung ist landschaftlich wirklich atemberaubend, was wir auch, bei einem der seltene Ausflüge allein, auf dem Weg über einen Pass Richtung Oudtshoorn bewundern durften. Wir besuchten hier die landesweit bekannten „Cango Caves“…. riesige, massive und sehr beeindruckende Tropfsteinhöhlen, etwas außerhalb des Stadtzentrum von Oudtshoorn. 

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Abgerundet wurde dieser Tagesausflug, im „Bistro Brülee“ mit einem, überraschend, sehr leckeren und saftigem „Ostrich-Burger“… was uns schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf unsere neue Dependance in Oudtshoorn, der Welthauptstadt der Strauße, gab.

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Ein Eintrag zu „Von Plettenberg Bay nach Ruiterbos in den Outeniqua Mountains

  • Der Opa steht auch auf Pferde. Ich habe mich in die Haflinger von Florian und Thomas Alfreider verliebt. Ich bin mit ihnen als kleiner Junge auf ihre Alm im Sommer geritten – ins Puez

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