Von Montagu nach Stellenbosch über Gansbaai & Hermanus

Auf dem Weg nach Stellenbosch machten wir unter anderem noch Halt in Gansbaai. In irgendeiner Zeitschrift laß ich von der „Shark Alley“, diese Stelle im Meer zwischen der Küstenstadt Gansbaai und der kleinen Insel Dyer Island wird deshalb so genannt, da es hier viele Robbenkolonien gibt und sich das ganze Jahr über hier so viele Weiße Haie tummeln, wie nirgendwo sonst auf der Welt. Daher der Name „Shark Alley“… das wollte ich unbedingt sehen, aber wirklich geplant hatte ich den Ausflug nicht, denn von der Küste aus, war natürlich nichts zu sehen und man hätte hierfür mit einem der unzähligen „Shark Watching“-Boote rausfahren müssen. Nur hielt sich die Begeisterung im Auto für Papas Idee in Grenzen und auch der Blick auf die Uhr sprach nicht für einen Tagestrip raus aufs Meer.

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Also fuhren wir weiter nach Hermanus, DIE Stadt in Südafrika für Walbeobachtungen. 

Und schon an der zweiten Bucht, an der wir Halt machten entdeckten wir insgesamt sechs Wale in unmittelbarer Küstennähe. Am Ende konnten wir Vier, auch Zoe und Lilith erbarmten sich irgendwann aus dem Auto zusteigen, eine Walmutter mit Baby direkt vor unserer Nase beobachten. Dies war mit Abstand die beeindruckendste Erfahrung mit einem Wal in unmittelbarer Nähe.

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Richtig genießen konnten wir den Moment aber nicht wirklich, da man ununterbrochen von irgendeiner Art Sandfliegen gebissen wurde und die Hitze unerträglich war. In Montagu hatten wir am Morgen noch 14 Grad und hier an der Bucht in Hermanus zeigte das Thermometer stolze 38 Grad. Hinzu kam noch das mein schon fast wieder vergessener Heuschnupfen im südafrikanischen Frühling noch heftiger war, als in Deutschland. Mit laufender Nase, tränenden Augen, juckenden Beinen und schwitzend stieg ich wieder ins Auto und wir fuhren weiter nach Stellenbosch Richtung Kapstadt.

Als wir über den „Sir Lowry`s Pass“ fuhren hatten wir einen wahnsinnigen Blick über die False Bay. Steffi sagte: „Wow, jetzt sind wir fast in Kapstadt, nach acht Wochen… Wahnsinn.“ Doch zuerst steuerten wir Stellenbosch an, unsere vorvorletzte Station in Südafrika.

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Unsere Unterkunft ein riesiges Haus lag idyllisch am Fuße eines Berges, im sehr ruhigen Viertel namens Arnesta. Das Haus hat zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, eine Terrasse, einen kleinen Garten, ein Büro ( welches von den Kids gleich zum Spielezimmer umfunktioniert wurde ) und einem Fernsehzimmer mit Netflix… Lilith: „Netflix, Mama, Netfliiiix!!!!“

Hier fühlten wir uns gleich wohl. Das Thermometer zeigte auch Abends immer noch fast dreißig Grad. Beim Abendessen im Garten sagte Zoe: „Mama, Papa, hier ist jetzt genauso warm wie im Urlaub“.

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Den ganzen nächsten Tag entspannten wir im Haus und spielten eine sehr amüsante Runde Monopoly, mit der Südafrika-Edition. Bei der die Kinder sofort einige Straßen, hier die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Südafrikas, erkannten.

Morgens entschieden wir uns an den nächstgelegenen Strand zu fahren… ins circa dreißig Autominuten entfernte Gordon`s Bay.

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Leider war der im Reiseführer angepriesene Stadtstrand alles andere als schön, wirklich am Strand sitzen konnte man nicht, da das Wasser bis an die Mauer reichte, welche die Abgrenzung zum Parkplatz markierte und das Wasser war extrem schmutzig. Den Kindern machte dies nichts und sie stürzen sich ins Meer. Steffi und ich saßen auf der Mauer beobachteten das Treiben im Wasser und an der Strandpromenade.

Später wanderten wir etwas weiter die Küste entlang zu einer anderen Badestelle. Hier stach sofort die lange Warteschlange an einer öffentlichen Wasserleitung ins Auge, an der einige Afrikaner riesige Wasserkanister auffüllten und mühsam wegtrugen. Am Parkplatz kämpften die wartenden Jugendlichen um die Gunst der neu heranfahrenden Autofahrer, um auf deren Auto aufzupassen oder diese zu waschen, um dann ein paar Rand zu erhalten.

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Später machte ich mit den Kindern im Wasser noch Bekanntschaft mit einem homosexuellen Pärchen aus Namibia. Er ist halb Deutscher, halb Namibianer, arbeitete aber lange als Lehrer in Hamburg, wo er seinen jetzigen Mann kennenlernte, der wiederum aus Villingen-Schwenningen kommt. Als ich erzählte, dass wir gerade eine Weltreise machen und ich gebürtig aus Karlsruhe komme, mussten wir alle lachen, dass man sich dann hier in Gordon`s Bay im Wasser trifft.

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Während unseres Aufenthaltes in Stellenbosch besuchten wir auch das Weingut „Spier“, das größte Weingut Südafrikas. Was eigentlich nicht allzu viel vermuten ließ, da wir Spier-Weine schon viele in den „Checkers“ und „Pick `n` Pay`s“ Südafrikas gesehen haben, also den typischen Discountern. Aber da lagen wir gründlich daneben, es gab hier zwar auch die günstigen „Supermarkt-Weine“, aber alle anderen Weine überzeugten uns durchweg während unserer Weinprobe, auf dem sehr liebevoll angelegten Weingut.

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Mit dem integrierten Kunstmarkt, dem Gourmet-Restaurant, den Abenteuer-Spielplätzen und dem eigenen See mit kleinen Booten, erinnerte es aber mehr an „Karl`s Erdbeerhof“, als an ein klassisches Weingut. Am Ende genossen wir noch einen selbst zusammengestellten Picknick –  Korb in der Idyllischen Parkanlage.

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Abends schlenderten wir noch durch das abendliche Stellenbosch und genossen die Abendsonne bei einem Bier und Abendessen in einer lokalen Craft Beer Brauerei. Stellenbosch… hier kann man es sich gut gehen lassen. Auf zur letzten Etappe nach Kapstadt.

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