Thong Nai Pan Yai, Koh Phangan

Nach einem Monat Haad Yao ging es am 2. Januar ins Longtail Beach Resort in Thong Nai Pan Yai. Thong Nai Pan liegt im Nordosten der Insel, relativ weit weg vom Geschehen. Über eine gut ausgebaute Bergstraße benötigt man 25 Minuten bis nach Thong Sala und 45 Minuten bis nach Sri Thanu oder Chaloklum, wo die meisten unserer neu gewonnen Bekanntschaften leben. Die Fahrt durch fast unberührten Dschungel ist sehr beeindruckend und die Bucht vor Ort gehört zu den schönsten Ständen der Insel. Trotzdem war ich beim Umzug sehr skeptisch, da wir doch gerade auf der anderen Seite der Insel inspirierende tolle Kontakte gewonnen hatten.

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Diese Unterkunft hatten wir bereits in Südafrika für den ganzen Januar gebucht, zu einem Zeitpunkt an dem Zoe und Lilith ständig nach Kontakten zu deutschen Kinder fragten. Während in Haad Yao das Klientel noch eher Pärchen und verstrahlte Backpacker waren, die sich erst gegen Mittags blicken ließen und eine entspannte Chillout-Stimmung herrschte, war das Longtail Beach Resort das komplette Kontrastprogramm.  Schon frühmorgens hörte man aus fast allen Bungalows das uns sehr bekannte Kindergeschrei. Hier fiel man Morgens oder Abends nicht auf, wenn die Diskussion ums Zähneputzen oder An- und Ausziehen mal etwas lautstärker geführt wurde… bei uns ja keine Seltenheit. 

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Das Resort selbst ist mit sehr viel Liebe zum Detail angelegt, direkt am Strand und wir fühlten uns von Anfang sehr wohl. Wir wohnen in einem sehr gemütlichen Holzbungalow mit 2 Zimmer, worüber sich die Mädels auch sehr gefreut haben: „Endlich mal wieder ein Kinderzimmer“.

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Eine Nacht später verliessen wir das Resort allerdings spontan schon wieder, da uns die Warnung für den Tropensturm Pabuk doch etwas verunsicherte, nach unserer „Fluterfahrung“ im Dezember. Wir verbrachten dann drei Nächte in einem höher gelegten Apartmentkomplex in der Nähe. Dort genossen wir es seit langem mal wieder eine Küche zu haben und da wir das Haus wegen dem Sturm nicht verlassen sollten, machten wir vorher erstmal noch einen riesigen Hamsterkauf.

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Den Artikel findet ihr hier: Der Tropensturm „Pabuk“, Koh Phangan

Doch dann plagten mich mehrere Tage schlimme Halsschmerzen, so das ich nichts mehr essen konnte… die Höchststrafe für mich… also könnt Ihr euch vorstellen, es war wirklich schmerzhaft. Zoe erwischte es aber noch etwas schlimmer und sie hatte die ganze drei Tage hohes Fieber. Sie steckt so etwas aber immer recht gut weg und ist von uns Vieren immer diejenige die auch bei hohem Fieber noch recht fidel ist. Nachdem die Temperatur aber nicht weiter runterging und sie sehr schlapp war, entschieden wir uns mit ihr zum Arzt zu gehen. Einen klassischen Arzt gibt es in Thong Nai Pan nicht, nur ein Medical Center mit einer Notfallnummer. Nach dem Anruf dort kam statt einem Arzt gleich ein Krankenwagen mit eine Pfleger und Krankenschwester, was bei Zoe natürlich gleich Panik auslöste. Steffi und ich waren auch etwas irritiert, wir wollten ja nur eine Untersuchung. Aber die gab es nur beim Arzt im Krankenhaus erklärte uns die Krankenschwester. Also ging es mit mir auf dem Beifahrersitz, Zoe auf der Krankenbarre, neben ihr Lilith und Steffi ab ins im  „First Western Hospital“ nach Thongsala, 

Hier wurden wir mit Pauken und Trompeten empfangen… natürlich erst, als alles mit der Auslandskrankenkasse geklärt wurde… Zoe bekam einen Abstrich, Bluttest und Wadenwickel. Alles kam uns etwas overdosed vor, vor allem die verschriebenen Medikamente. Aber das war hier wohl das Geschäftsmodell. Zurück nach Thong Nai Pan wurden wir auch stilecht in einem SUV gefahren. Das wir Zoe aber untersuchen ließen, erwies sich als richtig, da bei ihr Streptokokken nachgewiesen wurden und sie ein Antibiotikum verschrieben bekam. Auch bei mir wurde dann 3 Tage danach Streptokokken diagnostiziert.

Zurück wieder im Longtail Beach Resort machten Zoe und Lilith gleich Bekanntschaft mit vielen anderen Kindern. Besonders Helene und Antonia sind Ihnen ans Herz gewachsen. Sie sind oft ganze Nachmittage gemeinsam unterwegs, erforschen die Umgebung, testen die neuen Meerjungfrauflossen im Pool, lauschen Hörspielen, basteln und malen. Mal bei uns im Bungalow oder bei den anderen Familien. 

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Ich geniesse auch oft die Vormittage in der Hängematte auf unserer Terrasse, während in unserem Bungalow insgesamt manchmal sechs Kinder im provisorischen „Kinderzimmer“ spielen… und zum gefühlt hundertsten Mal die „Was ist Was?!“ Folge über die Polizei hören…

„Berta 12 für Berta 10… schon wieder ist etwas geschehen… Diebstahl oder Keilerei… 110… die Polizei…“ *lalalalalalala*

Manchmal kommt es vor, das wir unsere Mädels den ganzen Tag kaum zu Gesicht bekommen. Nur ab zu begleiten wir aufkommende Konflikte und trocknen Tränen. Hier merken wir, wie sehr Ihnen der Kontakt gefehlt hat, sie blühen total auf hier.

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Für uns bedeutet dies auch endlich mal wieder freie Zeit zu haben. Stundenlang können wir ungestört auf unserer Terrasse sitzen und tun was wir gerade wollen… Wahnsinn.

Reiseplanung, Meditation, Sport, Spanisch lernen, uns mit den anderen Erwachsenen in Ruhe unterhalten……Wir haben auch hier wieder tolle inspirieren Familien ( Marc & Familie  / Johanna & Familie ) kennen gelernt.

Bei der vielen freien Zeit fängt es bei uns auch langsam an etwas unruhig im Kopf zu werden und neue Ideen kommen auf…Wie geht es weiter ? Wo geht es hin ? Wie soll unser Leben in Zukunft aussehen ?

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