Hanoi – Singapur – Melbourne

Der Internationale Flughafen Nội Bài in Hanoi passt so gar nicht zu der chaotischen Stadt Hanoi, im Gegensatz zu den beiden Bangkoker Airports wirkt er richtig aufgeräumt und fast ruhig. Wir verbrachten hier noch einige Stunden, da unser Flug etwas Verspätung hatte. Die Kinder tobten sich noch am Indoor-Spielplatz aus, Steffi kaufte noch für die letzten vietnamesischen Dong Proviant ein und ich merkte beim Boarding, dass mein iPhone noch an der öffentlichen Lade-Station hängte… also alles wie immer.

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In Singapur übernachteten wir eine Nacht in einem der Transit-Hotels und erkundeten dieses riesigen Flughafen-Komplex, der keine Wünsche offen lässt. Eigenes Kino, Kinder-Spieleparks, Casino, Shoppingmöglichkeiten ohne Ende, Spa-Bereich und ein Schwimmbad auf dem Terminaldach.

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Mit etwas Verspätung landete die Boeing von Emirates Airlines nach 7,5 Stunden um 23.00 Uhr australischer Zeit am Melbourne Airport. Man merkte sofort, dass man wieder in einer anderen Welt ist. Wir hatten uns innerhalb der letzten fast vier Monate wirklich an das Leben in Asien gewöhnt, aber so einfache Dinge wie Seife auf sauberen öffentlichen Toiletten sind schon nicht so schlecht… ja, richtige Seife. 🙂

Unser chinesischer Taxifahrer, der uns vom Terminal abholte, sprach kein Wort englisch, was in Zeiten von Google Maps aber auch kein Problem ist. Nach einigen Anläufen fand man gemeinsam den Zielort… Leider nahm er im ersten Kreisverkehr nach dem Flughafen dem einzigen Wagen weit und breit mit erhöhter Geschwindigkeit die Vorfahrt… unglücklicherweise  war dies ein Polizeifahrzeug. Mit zwei ambitionierten Chiefs die wie in einem Actionfilm, mit der typischen „Ami-Sirene“ aus ihrem Auto gesprungen kamen und unser Taxi umzingelten.

Während eines zweiminütigen lautstarken Monolog des Polizisten, versuchte ich immer wieder kleinlaut, vom Beifahrersitz aus, zu erwähnen, dass unser Fahrer leider kein englisch spricht. Der Taxifahrer grinste und nickte fortwährend die beiden grimmig schauenden Polizisten nur an, so als würde es gar keine Sprachbarriere geben. Die Situation endete damit, dass er eine saftige Strafe von 150 Australischen Dollar erhielt und wir weiterfahren durften.

Warum erzähle ich diese Anekdote hier… es war einfach ein krasser Kulturschock nach den letzten Wochen in Vietnam und vor allem zu Hanoi. Dort fährt jeder wie er will und Verkehrsregeln existieren quasi nicht und rote Ampeln dienen höchstens als zusätzliche Lichtdekoration. Und hier im Randgebiet von Melbourne begeht man eine „kleinere“ Verkehrswidrigkeit und wird sofort von einem „Rollkommando“ angehalten.

Verrückt wie unterschiedlich jede Ecke der Welt ist…

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Unser Apartment lag mitten im Stadtzentrum von Melbourne. Um 2:30 Uhr Ortszeit fielen wir völlig fertig ins Bett. Und schliefen bis zum späten Vormittag des nächsten Tages. Nach einem öden Blick in den leeren Kühlschrank und quäkenden Mädels… „Papa, Mama… ich hab so ein` Hunger!“… machten wir uns auf den Weg und erkundeten die Gegend und suchten nach einem passenden Frühstück. 

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Die Rechnung für drei Sandwiches und einen Salat ohne Getränke von 39 $, hätte uns in Thailand oder Vietnam für einen ganzen Tag, inklusive dreier Mahlzeiten gereicht. Aber gut, wir wussten schließlich, dass Australien ein etwas größeres Loch in die Reisekasse reißen würde.

Die am Vorabend noch gefühlt menschenleeren Straßen, war nun verwandelt in eine pulsierende Metropole… aber einfach alles aufgeräumter und irgendwie gesitteter als wir es die letzten Wochen erlebten.

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Von Melbourne sahen wir an unseren fünf Tagen leider nicht allzu viel… es waren nur 3 Stunden Zeitverschiebung zu Vietnam, aber der Jetlag räderte diesmal vor allem die Kids, weshalb an ausgedehnte Stadttouren nicht zu denken war. P1070792

Wir schlenderten über den Queen Elizabeth Market und machten eine abgespeckte Rundtour mit der kostenfreien City Circle Tram, die einmal die Inner City von Melbourne umkreist… nach etwa Dreiviertel der Strecke schlief ich ein und Lilith weckte mich… „Papa! Mama sagt wir müssen aussteigen!“… „War doch ganz nett, die Stadtrundfahrt“, murmelte ich.

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Was uns sofort auf Anhieb auffiel und sehr gefiel, war die kulinarische Vielfältigkeit der Stadt, natürlich geprägt durch die vielen kulturellen Einflüsse… und was die Produktauswahl angeht zog sich dies sogar über die kompletten vier Wochen unseres Australien-Aufenthalts… hier bekommt wirklich fast alles und selbst uns einiges unbekanntes im Bereich Healthy Food.

Den nächsten Nachmittag verbrachten wir mit einer ehemaligen Arbeitskollegin, die meine ersten Schritte als Koch begleitete in meinem Ausbildungsrestaurant. Sie wohnt schon seit einigen Jahren in Melbourne und konnte uns noch einige Tips für unsere weitere Reise geben, bevor wir am nächsten Tag unseren Campervan abholten.

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Bevor es aber so richtig losging, machten wir wegen einer tiefer Schnittwunde an Zoe`s Fuss nach einer ihrer Kletteraktionen, noch Bekanntschaft mit dem Royal Children`s Hospital in Melbourne. Somit begann unser Camper-Abenteuer mit etwas Verspätung und wir verließen Melbourne erst am frühen Abend.

Leider konnten wir die Sport und Kulturhauptstadt Australiens nicht wirklich entdecken, aber wir fühlten uns hier sofort willkommen und Melbourne machte uns Lust auf Mehr…

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