Great Ocean Road

Nach knapp zwei Stunden Wartezeit im Kinderkrankenhaus, schafften wir es gerade bis zur Dämmerung etwas weiter als Melbourne`s Stadtgrenze. Unseren Lebensmittelvorrat füllten wir noch im australischen Ableger von ALDI auf. Auch hier gilt ALDI als günstigste Supermarktkette des Landes, allerdings hat man hier eine viel größere Auswahl und gefühlt eine bessere Produktqaulität.

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Auf unserem ersten Campingplatz in Barwon Heads, machten wir uns erstmal mit dem Camper vertraut. Hunger, Müdigkeit, die Enge und Ungeduld führten kurzfristig zu einer  gereizten Familienstimmung.

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Ständig stand man jemanden auf den Füßen oder musste umständlich über die Sitzbank klettern. „Hey mach dich mal nicht so breit!“… „Aua, das war mein Fuß.“… „Wo ist den eigentlich mein Kulturbeutel? Hey man findet hier gar nix mehr!“… „Also ich sag Dir`s gleich, in so einem Mini-Camper halte ich es nicht lange aus!“…Irgendwie schaffen wir es dann doch, uns mit allem zu arrangieren und verbrachten unsere erste, recht kalte Nacht im Camper. Tagsüber war es extrem warm in der Sonne, aber mit einem eisigen Wind und Nachts kühlte es extrem ab.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Torquay, eine Kleinstadt im Bundesstaat Victoria, aber auch die Hochburg und das Zentrum der australischen Surfindustrie. Marken, wie Ripcurl und Quicksilver wurden hier gegründet. Gleichzeitig beginnt hier auch die berühmte Great Ocean Road.

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Nach einem kleinen Mittagessen vor unserem Camper, direkt an einem tollen Spielplatz für die Kids, mit Blick aufs Meer ging es weiter zum Bells Beach. Dieser Strandabschnitt ist einer der weltweit berühmtesten Surfstrände. Und als wir dort über die Dünen schlenderten, hatten Steffi und ich beide das positive Bauchgefühl, dass Australien ein tolles Land ist und wir sehr happy sind, dass wir vor Südamerika doch noch hierher gekommen sind.

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Den Abend und die Nacht verbrachten wir am Angelsea Family Caravan Park, mit riesigem Spielplatz und Trampolin fast direkt vor unserem Campertür. Der ganze Platz war voll mit Familien, die alle über das Wochenende hier campten. Wie so viele Australier, schließlich ist das Campen hier Volkshobby.

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Am folgenden Morgen machten wir die ersten Kilometer auf der wirklich beeindruckenden Panorama Straße der Great Ocean Road… über den idyllischen kleinen Ort Lorne und die Apollo Bay. Einen weiteren Halt machten wir im Great Otway National Park. Hier spazierten wir durch den „Maits Rest“ Regenwald und sahen kurz darauf unseren ersten Koala, vom Eukalyptus beduddelt  halb schlafend im Baum hängen.

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Ein weiteres Highlight für die Kids war der Fly Treetop Way, bei uns wohl eher als Baumwipfelpfad bekannt. Bei über 45m in den Baumkoronen der Riesen-Eukalyptus Bäumen fühlte man sich „Wie die Vögel…“, wie Lilith passend feststellte.

Wir übernachteten in dem kleinen Küstenort Port Campbell, von wo aus wir uns am nächsten Morgen zu den nur wenige Kilometer entfernten „Twelve Apostles“ machten. 

Die 60m hohen frei im Meer stehenden Kalksteinfelsen, sind wohl nach dem bekannten Ayers Rock die meistfotografierte Touristenattraktion Australiens. Wobei es eigentlich nur neun Felsen waren und im Jahr 2005 aufgrund von natürlichen Erosionsprozessen ein Felsen einstürzte und es heute nur noch acht sind.

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Außerdem machten wir noch einen kleinen Halt in einer atemberaubenden Bucht direkt um die Ecke. Man findet hier entlang der Küste wirklich alle paar Kilometer menschenleere und wunderschöne Strände. Damit waren wir auch am Ende der Great Ocean Road angelangt.

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Wir machten anschließend kehrt und fuhren zurück nach Melbourne, wobei wir eher um Melbourne herum fuhren und kurz Halt machten im Stadtteil St. Kilda, direkt an der Bucht von Melbourne. Wie fast überall in Australien fanden wir auch hier eine beeindruckende öffentliche Infrastruktur, in Form von blitzsauberen öffentlichen Toiletten, wirklich nagelneue Spielplätze mit riesigem Sonnensegel und tolle Parkanlagen.

Unser Nachtstellplatz war in Mornington Peninsula, Im Laufe der letzten Woche wurden wir mit den Camping-Abläufen immer routinierter. Parkten nun gekonnt direkt parallel zur Power-Station, schlossen alle Kabel und Schläuche an, bauten den Tisch und die Stühle auf, klappten die Sitzbank um zum gemütlichen Bett und kochten ein leckeres Essen in der kleinen Puppenküche. Das Abendessen gab es diesmal am direkt an den Campingplatz angrenzenden Strand, mit dazugehörigem Sonnenuntergang… Wir fühlten uns langsam, wie richtige Camper.

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Morgens besuchten wir das „Moonlite Sanctuary Wildlife“… wir fütterten Wallabys und Kängurus und Zoe und Lilith durften einen Koala streicheln mit passendem Erinnerungsfoto. Trotz der sengenden Hitze hatten wir unheimlich viel Spaß in dem liebevoll angelegten Tierpark.

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Weiter ging es dann nach Phillip Island, wo wir die Ausstellung „Antarctic Journey“ besichtigten. Abends schauten wir uns noch die berühmte „Penguin Parade“, wo jeden Tag zur Dämmerung etwa 500 Zwergpinguine einen Strandabschnitt aufsuchen. Das ganze wird schon ziemlich touristisch mit festen Tribünen und eintritt aufgezogen. Wirklich viel hatte man an diesem Abend am Strand selbst nicht gesehen. Aber auf dem Weg zurück zum Parkplatz konnten Lilith und Zoe hunderte Pinguine durch die Dünen watscheln sehen. Ein wirklich lustiges Naturschauspiel. Fotos durfte dort keine gemachte werden, da die Pinguine von dem Blitzlicht erblinden können und um natürlich deren Lebensraum zumindest etwas zu schützen, gab es dort Holzbrücken, die über die Dünen führen.

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Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Lake Entrance, ein kleiner Urlaubsort und Fischereihafen, an dem wir diesmal zwei Tage Halt machten, da wir etwas reisemüde waren. Die darauffolgende Station war das kleine Küstenörtchen Eden, nun schon im Bundesstaat New South Wales. Eden war früher äußerst bekannt für die vielen Orcas, die sich hier in der Bucht tummelten. In der fast unerträglichen Hitze marschierte ich mit Zoe dann natürlich noch zum Killer Whale Museum.

Der Campingplatz hieß passenderweise „Garden of Eden“ und war einer der wirklich ´, mit viel Liebe zum Detail betriebenen Camping-Sites. Mit Pool, Mini-Golf, einer gut ausgestatteten Camping-Küche und viel freie Rasenfläche. Die Mädels hatten hier viel Spaß, also konnten auch wir zumindest etwas relaxen.

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Von Eden aus ging es weiter nach Jervis Bay. Unser Campingplatz lag direkt an der Bucht, die bekannt für ihr klares und saubere Wasser ist. Dort noch bekannter ist der hier schneeweiße Sand, laut Guiness Buch der Rekorde ist der Sand von Jervis Bay der weißeste der Welt.

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Auf dem letzten Stück Richtung Sydney machten wir noch an den 81 meterhohen Fitzroy Falls einen Zwischenstopp, bevor unser Zeit in unserem schnuckeligen Campervan doch schon wieder zu Ende ging… Aus unserem kleinen Van durften wir die große Weite diese fantastischen Panoramas rund um die Great Ocean Road erleben… we are really grateful.

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