Sydney

Am letzten Morgen in unserem Camper schlich ich mich mal wieder, so gut es ging, mit Steffi aus dem engen Bett. Barfuss im feuchtem Gras stehend, fragten wir uns ein letztes Mal: „Weißt Du noch den Code für die Toiletten?“, wie die letzten zwei Wochen auf den unzähligen Campingplätzen.

Danach beobachtete ich eine kleine Gruppe an Surfschülern, die sich zusammen mit Ihrem Coach am menschenleeren Strand aufwärmten und sich in ihre Neoprenanzüge zwängten. Um dann ins tosende Meer zu laufen und hinter den ersten Brechern auf die perfekte Welle zu warten. Alles malerisch umrahmt von der aufgehenden Sonne.

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„Warum eigentlich nicht Australien, ein kleines Haus direkt am Strand. Bevor die Mädels aufwachen, noch kurz surfen gehen… gar nicht so schlecht…“ dachte ich mir bei dem Anblick.

Steffi und ich träumten schon die letzten Tag vor uns hin, wie schön es doch wäre, wieder irgendwann hierher zurück zu kommen. In diesen nicht mal vier Wochen haben wir uns in Australien verliebt…

Bevor wir auf die Stadtautobahn von Sydney fuhren, machten wir noch einen kleine Stop an einem Lookout, mit Blick auf die Sea Cliff Bridge. Wir verabschiedeten uns erstmal von den atemberaubenden Buchten und menschenleeren Stränden entlang der Küste zwischen Melbourne und Sydney. Wie toll muss auch der Rest dieses Kontinent sein, wo wir doch nur dieses kleine Stück des Landes gesehen haben…

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Sydney beeindruckte uns gleich mal mit seinen riesigen Vorstadt-Ausläufern und gab uns schonmal einen Vorgeschmack auf die Größe dieser Weltmetropole.

Unser Appartement lag in Waterloo in der Botany Road, in der Nähe des Nahverkehr-Drehkreuzes Redfort. Wir freuten uns alle unheimlich über die Geräumigkeit des Apartments, ZWEI (!) Schlafzimmer und ZWEI (!) Bäder mit Dusche, richtige Betten, und und und… nach zwei Wochen im Mini-Camper keine Selbstverständlichkeit mehr. Steffi, Zoe und Lilith blieben im Appartement und ich fuhr nochmal raus aus der Stadt, um den Camper abzugeben. Um beim Rückweg mit Bus und Train schonmal einen kleinen Einblick von Sydney zu bekommen.

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Am nächsten Morgen wollte ich nochmal zu dem Kamera-Geschäft, in welchem wir am Vortag etwas Zubehör für unsere Kamera gekauft hatten. Eigentlich hatte ich die richtige Straße eingegeben, doch leider gab es diese Straße zweimal in Sydney und deshalb machte ich eine weitere, ungewollte, Stadtrundfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Sydney.

Steffi wartete derweil mit Zoe und Lilith an der Train-Haltestelle ungeduldig auf mich. Die Kids waren noch etwas müde von den letzten Reisetagen und hatten sich eigentlich einen entspannten Chill-Out Tag im Apartment vorgestellt… keine guten Vorzeichen für einen Shopping-Tag im trubeligen Sydney. Denn wir brauchten noch das ein oder andere Kleidungsstück für die anstehende Hochzeit in Peru.

Irgendwie drängten wir uns durch die unzähligen Mall`s von Sydney. Phasenweise vetröstete ich die Mädels in den Spielzeugabteilungen, mit ausgiebigen Stöbern durch die riesige Auswahl… „coolio kuck mal hier!“… „hey das gibt es bei uns gar nicht!!!“

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Am nächsten Tag besuchten wir einen kleinen Market, bei dem wir neue, selbst gestrickte Klamotten für die Barbies von Zoe und Lilith kauften. Handgefertigt von einer netten Dame aus der Nähe von Heilbronn, die schon seit zwanzig Jahren in Sydney lebt.

Der Markt findet unter einer großen Autobahn-Unterführung statt, die übergeht zu einem der Wahrzeichen Sydneys, der Harbour-Bridge.

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Der Weg über die Harbour-Bridge ist wirklich einmalig, die Brücke selbst wirkt so riesig und massiv… und man blickt über den Hafen, die Opera und die beeindruckende Skyline von Sydney.

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Nach einem kleinen Mittagessen schauten wir uns noch die Rocks und den Hafen von Sydney an. Hier lag gerade die „Explorer of the Seas“ an, ein Kreuzfahrtschiff der Royal Caribbean International. Mit einer Länge von 311m gehört es zu den größten Kreuzfahrtschiffen der Welt.

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Den restlichen Nachmittag verbrachten Lilith und ich im Chinese Garden, auf einem der vielen liebevoll und toll angelegten Abenteuer – und Wasser Spielplätze in Sydney. Während Steffi und Zoe noch ein bisschen auf dem Paddy`s Market stöberten. Ein riesiger Markt für Souvenirs. Zoe wollte unbedingt als Erinnerung einen Stoff-Koalabären kaufen.

Eine Metropole, wie Sydney oder Melbourne kommt für uns, als Wohnort im Moment eher nicht in Frage, aber falls eine Großstadt mal wieder Thema sein sollte, glauben wir haben die australischen Großstädte definitiv eine hohe Lebensqualität.

An unserem vorletzten Tag durfte ich mal alleine den Vormittag verbringen und Steffi machte mit den Kids einen Abstecher zum malerischen Stadtstrand… dem Bondi-Beach.

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Dann hieß es auch langsam Abschied nehmen vom diesem tollen Land zwischen dem Indischen und Pazifischen Ozean. Wir haben nur solch ein kleines Stück von diesem riesigen Land und gleichzeitig kleinem Kontinent gesehen und doch ist es schwierig hier passende Worte zu finden. Jeder hat beim Reisen eine andere Wahrnehmung und seine persönlichen Hotspots und Highlights… bei uns ist hier tatsächlich der bekannte Funke übergesprungen. Strahlend blauer Himmel, jeden Tag Sonnenschein, atemberaubende Landschaften, menschenleere Traumstrände, sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen, die tollen Städte Sydney und Melbourne, eine riesige Essensauswahl… Australia we like you… cheers mate!

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Great Ocean Road

Nach knapp zwei Stunden Wartezeit im Kinderkrankenhaus, schafften wir es gerade bis zur Dämmerung etwas weiter als Melbourne`s Stadtgrenze. Unseren Lebensmittelvorrat füllten wir noch im australischen Ableger von ALDI auf. Auch hier gilt ALDI als günstigste Supermarktkette des Landes, allerdings hat man hier eine viel größere Auswahl und gefühlt eine bessere Produktqaulität.

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Auf unserem ersten Campingplatz in Barwon Heads, machten wir uns erstmal mit dem Camper vertraut. Hunger, Müdigkeit, die Enge und Ungeduld führten kurzfristig zu einer  gereizten Familienstimmung.

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Ständig stand man jemanden auf den Füßen oder musste umständlich über die Sitzbank klettern. „Hey mach dich mal nicht so breit!“… „Aua, das war mein Fuß.“… „Wo ist den eigentlich mein Kulturbeutel? Hey man findet hier gar nix mehr!“… „Also ich sag Dir`s gleich, in so einem Mini-Camper halte ich es nicht lange aus!“…Irgendwie schaffen wir es dann doch, uns mit allem zu arrangieren und verbrachten unsere erste, recht kalte Nacht im Camper. Tagsüber war es extrem warm in der Sonne, aber mit einem eisigen Wind und Nachts kühlte es extrem ab.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Torquay, eine Kleinstadt im Bundesstaat Victoria, aber auch die Hochburg und das Zentrum der australischen Surfindustrie. Marken, wie Ripcurl und Quicksilver wurden hier gegründet. Gleichzeitig beginnt hier auch die berühmte Great Ocean Road.

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Nach einem kleinen Mittagessen vor unserem Camper, direkt an einem tollen Spielplatz für die Kids, mit Blick aufs Meer ging es weiter zum Bells Beach. Dieser Strandabschnitt ist einer der weltweit berühmtesten Surfstrände. Und als wir dort über die Dünen schlenderten, hatten Steffi und ich beide das positive Bauchgefühl, dass Australien ein tolles Land ist und wir sehr happy sind, dass wir vor Südamerika doch noch hierher gekommen sind.

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Den Abend und die Nacht verbrachten wir am Angelsea Family Caravan Park, mit riesigem Spielplatz und Trampolin fast direkt vor unserem Campertür. Der ganze Platz war voll mit Familien, die alle über das Wochenende hier campten. Wie so viele Australier, schließlich ist das Campen hier Volkshobby.

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Am folgenden Morgen machten wir die ersten Kilometer auf der wirklich beeindruckenden Panorama Straße der Great Ocean Road… über den idyllischen kleinen Ort Lorne und die Apollo Bay. Einen weiteren Halt machten wir im Great Otway National Park. Hier spazierten wir durch den „Maits Rest“ Regenwald und sahen kurz darauf unseren ersten Koala, vom Eukalyptus beduddelt  halb schlafend im Baum hängen.

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Ein weiteres Highlight für die Kids war der Fly Treetop Way, bei uns wohl eher als Baumwipfelpfad bekannt. Bei über 45m in den Baumkoronen der Riesen-Eukalyptus Bäumen fühlte man sich „Wie die Vögel…“, wie Lilith passend feststellte.

Wir übernachteten in dem kleinen Küstenort Port Campbell, von wo aus wir uns am nächsten Morgen zu den nur wenige Kilometer entfernten „Twelve Apostles“ machten. 

Die 60m hohen frei im Meer stehenden Kalksteinfelsen, sind wohl nach dem bekannten Ayers Rock die meistfotografierte Touristenattraktion Australiens. Wobei es eigentlich nur neun Felsen waren und im Jahr 2005 aufgrund von natürlichen Erosionsprozessen ein Felsen einstürzte und es heute nur noch acht sind.

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Außerdem machten wir noch einen kleinen Halt in einer atemberaubenden Bucht direkt um die Ecke. Man findet hier entlang der Küste wirklich alle paar Kilometer menschenleere und wunderschöne Strände. Damit waren wir auch am Ende der Great Ocean Road angelangt.

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Wir machten anschließend kehrt und fuhren zurück nach Melbourne, wobei wir eher um Melbourne herum fuhren und kurz Halt machten im Stadtteil St. Kilda, direkt an der Bucht von Melbourne. Wie fast überall in Australien fanden wir auch hier eine beeindruckende öffentliche Infrastruktur, in Form von blitzsauberen öffentlichen Toiletten, wirklich nagelneue Spielplätze mit riesigem Sonnensegel und tolle Parkanlagen.

Unser Nachtstellplatz war in Mornington Peninsula, Im Laufe der letzten Woche wurden wir mit den Camping-Abläufen immer routinierter. Parkten nun gekonnt direkt parallel zur Power-Station, schlossen alle Kabel und Schläuche an, bauten den Tisch und die Stühle auf, klappten die Sitzbank um zum gemütlichen Bett und kochten ein leckeres Essen in der kleinen Puppenküche. Das Abendessen gab es diesmal am direkt an den Campingplatz angrenzenden Strand, mit dazugehörigem Sonnenuntergang… Wir fühlten uns langsam, wie richtige Camper.

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Morgens besuchten wir das „Moonlite Sanctuary Wildlife“… wir fütterten Wallabys und Kängurus und Zoe und Lilith durften einen Koala streicheln mit passendem Erinnerungsfoto. Trotz der sengenden Hitze hatten wir unheimlich viel Spaß in dem liebevoll angelegten Tierpark.

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Weiter ging es dann nach Phillip Island, wo wir die Ausstellung „Antarctic Journey“ besichtigten. Abends schauten wir uns noch die berühmte „Penguin Parade“, wo jeden Tag zur Dämmerung etwa 500 Zwergpinguine einen Strandabschnitt aufsuchen. Das ganze wird schon ziemlich touristisch mit festen Tribünen und eintritt aufgezogen. Wirklich viel hatte man an diesem Abend am Strand selbst nicht gesehen. Aber auf dem Weg zurück zum Parkplatz konnten Lilith und Zoe hunderte Pinguine durch die Dünen watscheln sehen. Ein wirklich lustiges Naturschauspiel. Fotos durfte dort keine gemachte werden, da die Pinguine von dem Blitzlicht erblinden können und um natürlich deren Lebensraum zumindest etwas zu schützen, gab es dort Holzbrücken, die über die Dünen führen.

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Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Lake Entrance, ein kleiner Urlaubsort und Fischereihafen, an dem wir diesmal zwei Tage Halt machten, da wir etwas reisemüde waren. Die darauffolgende Station war das kleine Küstenörtchen Eden, nun schon im Bundesstaat New South Wales. Eden war früher äußerst bekannt für die vielen Orcas, die sich hier in der Bucht tummelten. In der fast unerträglichen Hitze marschierte ich mit Zoe dann natürlich noch zum Killer Whale Museum.

Der Campingplatz hieß passenderweise „Garden of Eden“ und war einer der wirklich ´, mit viel Liebe zum Detail betriebenen Camping-Sites. Mit Pool, Mini-Golf, einer gut ausgestatteten Camping-Küche und viel freie Rasenfläche. Die Mädels hatten hier viel Spaß, also konnten auch wir zumindest etwas relaxen.

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Von Eden aus ging es weiter nach Jervis Bay. Unser Campingplatz lag direkt an der Bucht, die bekannt für ihr klares und saubere Wasser ist. Dort noch bekannter ist der hier schneeweiße Sand, laut Guiness Buch der Rekorde ist der Sand von Jervis Bay der weißeste der Welt.

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Auf dem letzten Stück Richtung Sydney machten wir noch an den 81 meterhohen Fitzroy Falls einen Zwischenstopp, bevor unser Zeit in unserem schnuckeligen Campervan doch schon wieder zu Ende ging… Aus unserem kleinen Van durften wir die große Weite diese fantastischen Panoramas rund um die Great Ocean Road erleben… we are really grateful.

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Hanoi – Singapur – Melbourne

Der Internationale Flughafen Nội Bài in Hanoi passt so gar nicht zu der chaotischen Stadt Hanoi, im Gegensatz zu den beiden Bangkoker Airports wirkt er richtig aufgeräumt und fast ruhig. Wir verbrachten hier noch einige Stunden, da unser Flug etwas Verspätung hatte. Die Kinder tobten sich noch am Indoor-Spielplatz aus, Steffi kaufte noch für die letzten vietnamesischen Dong Proviant ein und ich merkte beim Boarding, dass mein iPhone noch an der öffentlichen Lade-Station hängte… also alles wie immer.

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In Singapur übernachteten wir eine Nacht in einem der Transit-Hotels und erkundeten dieses riesigen Flughafen-Komplex, der keine Wünsche offen lässt. Eigenes Kino, Kinder-Spieleparks, Casino, Shoppingmöglichkeiten ohne Ende, Spa-Bereich und ein Schwimmbad auf dem Terminaldach.

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Mit etwas Verspätung landete die Boeing von Emirates Airlines nach 7,5 Stunden um 23.00 Uhr australischer Zeit am Melbourne Airport. Man merkte sofort, dass man wieder in einer anderen Welt ist. Wir hatten uns innerhalb der letzten fast vier Monate wirklich an das Leben in Asien gewöhnt, aber so einfache Dinge wie Seife auf sauberen öffentlichen Toiletten sind schon nicht so schlecht… ja, richtige Seife. 🙂

Unser chinesischer Taxifahrer, der uns vom Terminal abholte, sprach kein Wort englisch, was in Zeiten von Google Maps aber auch kein Problem ist. Nach einigen Anläufen fand man gemeinsam den Zielort… Leider nahm er im ersten Kreisverkehr nach dem Flughafen dem einzigen Wagen weit und breit mit erhöhter Geschwindigkeit die Vorfahrt… unglücklicherweise  war dies ein Polizeifahrzeug. Mit zwei ambitionierten Chiefs die wie in einem Actionfilm, mit der typischen „Ami-Sirene“ aus ihrem Auto gesprungen kamen und unser Taxi umzingelten.

Während eines zweiminütigen lautstarken Monolog des Polizisten, versuchte ich immer wieder kleinlaut, vom Beifahrersitz aus, zu erwähnen, dass unser Fahrer leider kein englisch spricht. Der Taxifahrer grinste und nickte fortwährend die beiden grimmig schauenden Polizisten nur an, so als würde es gar keine Sprachbarriere geben. Die Situation endete damit, dass er eine saftige Strafe von 150 Australischen Dollar erhielt und wir weiterfahren durften.

Warum erzähle ich diese Anekdote hier… es war einfach ein krasser Kulturschock nach den letzten Wochen in Vietnam und vor allem zu Hanoi. Dort fährt jeder wie er will und Verkehrsregeln existieren quasi nicht und rote Ampeln dienen höchstens als zusätzliche Lichtdekoration. Und hier im Randgebiet von Melbourne begeht man eine „kleinere“ Verkehrswidrigkeit und wird sofort von einem „Rollkommando“ angehalten.

Verrückt wie unterschiedlich jede Ecke der Welt ist…

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Unser Apartment lag mitten im Stadtzentrum von Melbourne. Um 2:30 Uhr Ortszeit fielen wir völlig fertig ins Bett. Und schliefen bis zum späten Vormittag des nächsten Tages. Nach einem öden Blick in den leeren Kühlschrank und quäkenden Mädels… „Papa, Mama… ich hab so ein` Hunger!“… machten wir uns auf den Weg und erkundeten die Gegend und suchten nach einem passenden Frühstück. 

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Die Rechnung für drei Sandwiches und einen Salat ohne Getränke von 39 $, hätte uns in Thailand oder Vietnam für einen ganzen Tag, inklusive dreier Mahlzeiten gereicht. Aber gut, wir wussten schließlich, dass Australien ein etwas größeres Loch in die Reisekasse reißen würde.

Die am Vorabend noch gefühlt menschenleeren Straßen, war nun verwandelt in eine pulsierende Metropole… aber einfach alles aufgeräumter und irgendwie gesitteter als wir es die letzten Wochen erlebten.

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Von Melbourne sahen wir an unseren fünf Tagen leider nicht allzu viel… es waren nur 3 Stunden Zeitverschiebung zu Vietnam, aber der Jetlag räderte diesmal vor allem die Kids, weshalb an ausgedehnte Stadttouren nicht zu denken war. P1070792

Wir schlenderten über den Queen Elizabeth Market und machten eine abgespeckte Rundtour mit der kostenfreien City Circle Tram, die einmal die Inner City von Melbourne umkreist… nach etwa Dreiviertel der Strecke schlief ich ein und Lilith weckte mich… „Papa! Mama sagt wir müssen aussteigen!“… „War doch ganz nett, die Stadtrundfahrt“, murmelte ich.

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Was uns sofort auf Anhieb auffiel und sehr gefiel, war die kulinarische Vielfältigkeit der Stadt, natürlich geprägt durch die vielen kulturellen Einflüsse… und was die Produktauswahl angeht zog sich dies sogar über die kompletten vier Wochen unseres Australien-Aufenthalts… hier bekommt wirklich fast alles und selbst uns einiges unbekanntes im Bereich Healthy Food.

Den nächsten Nachmittag verbrachten wir mit einer ehemaligen Arbeitskollegin, die meine ersten Schritte als Koch begleitete in meinem Ausbildungsrestaurant. Sie wohnt schon seit einigen Jahren in Melbourne und konnte uns noch einige Tips für unsere weitere Reise geben, bevor wir am nächsten Tag unseren Campervan abholten.

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Bevor es aber so richtig losging, machten wir wegen einer tiefer Schnittwunde an Zoe`s Fuss nach einer ihrer Kletteraktionen, noch Bekanntschaft mit dem Royal Children`s Hospital in Melbourne. Somit begann unser Camper-Abenteuer mit etwas Verspätung und wir verließen Melbourne erst am frühen Abend.

Leider konnten wir die Sport und Kulturhauptstadt Australiens nicht wirklich entdecken, aber wir fühlten uns hier sofort willkommen und Melbourne machte uns Lust auf Mehr…

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