Praia da Pipa – Surfer, Hippies und Traumstrände

Nach den schönen, aber auch leicht regnerischen Tagen in der Kolonialstadt Olinda wollten wir nochmal etwas die brasilianische Sonne genießen, bevor wir zurück nach Deutschland fliegen sollten. Daher war unsere zweite Station auf unserem Brasilien-Trip Praia da Pipa, im Süden von Rio Grande do Norte… das kleine Hippie-Dorf mit den fantastischen Stränden.

P1140306.jpg

Anreise

Leider gibt es keine direkte Verbindung von Olinda nach Pipa. Mit dem Busunternehmen Progresso fuhren wir von Abreu de Lima ( ca. 10 Minuten von Olinda entfernt ) in entspannten drei Stunden bis nach Goianinha. Von dort dann mit einem der vielen Taxis weiter bis nach Pipa.

Klima

In Pipa wurden wir im Gegensatz zu Olinda mit herrlichem Sonnenschein empfangen. Hier herrscht das ganze Jahr über ein tropisches Klima bei konstanten 25-30 Grad. Durch den leichten Wind vom Atlantik empfindet man die Temperaturen hier als sehr angenehm. Auch nachts kühlt es nicht stark ab und es bleibt schön warm bei 23 Grad. Hier war auch immer noch Regenzeit ( Januar bis Juli ). Wobei es die meisten Niederschläge von Januar bis April gibt. Während unseres Aufenthaltes hatten wir auch einige Male starken Regen. Aber er hörte nach kurze Zeit genauso schlagartig auf, wie er gekommen war. Ein paar Minuten später zeigte sich schon wieder der blaue Himmel mit strahlendem Sonnenschein.

Bei diesen sommerlichen Temperaturen, mussten wir uns allerdings daran gewöhnen, dass es hier bereits um 17:30 Uhr stock dunkel ist. Durch die Nähe zum Äquator geht die Sonne bereits um 17:00 Uhr unter.

P1140944.jpg

P1140720.jpg

Das Fischerdorf Pipa

Bis in die 70er Jahre war Pipa „nur“ ein kleines Fischerdorf, doch als die Buchten rund um das Städtchen von den Surfern entdeckt wurden, entwickelte sich Praia de Pipa zu einem der beliebtesten Strand-HotSpots ganz Brasiliens.

P1140909

P1140311

P1140296

Bei unserer ersten Tour durch den Ort fühlten wir gleich den lässigen Hippie-Style der Pipa umgibt. Man findet hier zwar auch viel typische „Touri-Läden“, doch auch viele individuelle Lädchen mit handgemachter Mode und Schmuck. Die bunten Häuser in den engen Gassen rund um die Hauptstrasse und die Musik aus den Restaurants und Bars verströmen einen alternativen Charme.

P1140899

P1140905

P1140918

Die vielen Alt-Hippies, im *nicht böse gemeint* fortgeschrittenem Alter, mit ihren Surfbrettern unter dem Arm und durchtrainierten Körpern machen das Bild des alternativen Ferienortes perfekt. Tagsüber wirkt der Ort oft noch recht verschlafen, aber Abends und vor allem am Wochenende erwacht Pipa so richtig zum Leben. Auf einmal sind überall Bars und Geschäfte offen, die einem vorher gar nicht aufgefallen sind. Gerade bei den Brasilianern ist Pipa ein beliebtes Ferien- und Wochenendziel. 

Was Zoe und Lilith sofort aufgefallen ist, sind die lustigen und individuellen Hinweisschilder… „Guck mal, da ist schon wieder so ein selbstgemaltes Schild!“ Von dem Künstler Rafa Santos, der im Ort auch ein kleines Atelier besitzt.

Die Strände rund um Pipa

Seine Bekanntheit verdankt Pipa aber wohl zweifellos seinen tollen Stränden… ja Stränden, den es gibt gleich mehrere traumhafte davon.

Praia do centro

Quasi der zentrale Hauptstrand direkt am Stadtzentrum. Wenn die Kids mal zu lauffaul waren, war dieser Strand unser Ziel. Hier findet man die meisten der unzähligen Barracas, die kleinen Strand-Bars, an den man sich kleine Getränke und kleine Snacks kaufen kann. Auch flanieren hier regelmäßig Händler mit ihren mobilen „Food-Ständen“ und bieten ihre Spezialitäten an. Das typische Acai-Sorbet ( eine brasilianische dunkle Beere auch Kohlpalme genannt ), gegrillten Mais, frisch gemachte Crepes oder frische Austern… 

P1140927

P1140316

Praia do Amor

Der Praia do Amor ist DER Surfer-Strand von Pipa. Hier gibt es fast immer recht hohen Wellengang und nicht zu unterschätzende Strömungen, weshalb dieser Strand auch durchgehend von Rettungsschwimmern überwacht wird. Toll zum abhängen sind hier die festen Bars in den kleinen Buchten auf dem Weg dorthin. Hier kann man eine frische Kokosnuss oder eine Caiphirinha beim tollen Sonnenuntergang geniessen.

P1140788

P1140807

P1140778

P1140857

Baía dos Golfinhos

Der Lieblingsstrand von Zoe und Lilith, P1140925eigentlich von uns Vieren überhaupt. Eingebettet in ein tolles Panorama aus grün bewachsenen Steilküsten, mit feinem weißen Sand und nur leichtem Wellengang… perfekt für die Kids.

Und wenn man Glück hat sieht man dann und wann den ein oder anderen Delphin aus dem Wasser springen. Wichtig ist es immer die Flut- und Ebbe-Zeiten zu beachten. Der Strand ist nur bei Ebbe zu erreichen.

P1140448

P1140366

P1140457

Praia das Minas 

Hier haben wir es nie hingeschafft. Dieser Strand ist zum Baden wegen der Strömungen auch ungeeignet. Er steht aber unter Schutz, da hier Schildkröten ihre Eier ablegen. Ein Spaziergang hierher ist es bestimmt wert.

Wir wissen jetzt, warum die Strände rund um Pipa zu den schönsten und beliebtesten in Brasilien zählen. Das Wasser ist immer angenehm warm. Es gibt leckere Drinks und Snacks am Strand. Von überall hört man Musik. Es wird immerzu Fußball gespielt und die Bikinis können hier nicht knapp genug sein. 

P1140495

Unsere Unterkunft & kulinarische Tips in Pipa

Die drei Wochen in Pipa wohnten wir in dem Appartement Komplex Aldeia dos flores, etwas abseits der trubeligen Hauptstrasse gelegen. Wundervoll angelegt mit einem großen Garten, mit Pool und vielen Kokospalmen, die immer etwas Schatten spenden und man so auch mal den ganzen Vormittag mit den Mädels im Wasser abhängen konnte.

P1140878

Unsere Wohnung war super geräumig, mit einer offenen Küche und einer großen Terrasse auf der man Morgens, wie Abends super in der Hängematte chillen konnte.Zu Zoe und Lilith`s Begeisterung hatten wir sogar zwei Zimmer und zwei Bäder, so dass die Mädchen sich endlich mal wieder richtig ausbreiten konnten. Alles in allem ein perfekter Ort zum Ausspannen oder wenn alle Gäste Mittags am Strand waren, zum ruhigen Arbeiten am Pool.

p1140284.jpg

P1140265

Seit Thailand vermissten wir die frischen, eisgekühlten Kokosnüsse und hier gab es sie endlich wieder in Hülle und Fülle. Fast schon traditionell war unser frisch gemixter Kokos-Eisshake nach dem Mittagessen auf der Terrasse. Überhaupt war unser Verbrauch von tropischen Früchten, wie Mango, Papaya oder Ananas, hier auf einem Allzeithoch. Dafür durfte es an ein, zwei Abenden auch mal ein leckerer Caipirinha am Strand sein 🙂

SzWQqbL+TI+IOEHRUNZmkg_thumb_24ea (1).jpg

Super leckeres Eis, mit einer riesigen Auswahl gibt es außerdem auf der Hauptstrasse bei der Soveteria Real de 14 oder Que Gostoso Sorveteria

Gegessen haben wir in Pipa tatsächlich wenig auswärts, da die Preise hier echt hoch sind und wir etwas unser Reisebudget schonen mussten. Daher war es natürlich von Vorteil, dass wir eine tolle große Küche in unserem Apartment hatten.

Sehr lecker haben wir aber im Restaurant Camarao Na Fazenda gegessen und die beste Aussicht für den traumhaften Sonnenuntergang hat man in der Mirante de Pipa Sunset Bar, die über mehrere Terrassen an einem Berghang liegt.

IMG_7149

Brasilien und vor allem Pipa war der perfekte Ort um unsere Reise vorerst ausklingen zu lassen. Die traumhaften Strände, die frischen Früchte, die tollen Sonnenuntergänge über den Steilküsten der Atlantikküste, die entspannten Vormittage am Pool mit den Mädels und die super gechillten und liebenswerten Brasilianer ( auch wenn man ohne portugiesisch fast nichts versteht ) machten unseren Aufenthalt hier perfekt. Obrigado Brasil e obrigado Pipa!!

P1150002

Jetzt heißt es erstmal zurück nach Deutschland… und bald gibt es hier wieder Neuigkeiten, wie es bei uns weitergeht! Es bleibt spannend und die Reise ist noch nicht vorbei!

IMG_8037

Olinda – die wunderschöne Kolonialstadt im Nordosten Brasiliens

Anreise

Eigentlich hatten wir geplant noch viel mehr Zeit in Südamerika zu verbringen und direkt von hier nach Mittelamerika weiter zu reisen. Zoe und Lilith haben aber momentan große Sehnsucht nach unserer Familie und Ihren Freunden. Auch wegen unseres neuen Projektes ( in Kürze bald mehr hier auf dem Blog! ), haben wir uns nun dazu entschieden zumindest kurzfristig nach Deutschland zurückzukehren. Vorher wollten wir aber nochmal etwas Sommer, Sonne, Strand und Meer geniessen, uns etwas erholen und die letzten 10 Monate ruhig ausklingen lassen. Dazu fiel unserer Wahl auf… Brasilien!

Von La Paz aus ging es über Cochabamba ( Bolivien ) nach Sao Paulo. In der größten Stadt Südamerikas übernachteten wir nur eine Nacht in der Nähe des Flughafens. Am nächsten Morgen flogen wir weiter nach Recife, die Hauptstadt des Bundesstaates Pernambuco direkt an der Atlantikküste.

IMG_8018

IMG_7062

Hier wartete unser redseliger und netter Taxifahrer auf uns, der uns ( wohl ) lustige und spannende Geschichten erzählte. Allerdings alles auf portugiesisch… Ist man der Sprache nicht mächtig, hat man es in Brasilien schwer, da man mit Englisch hier nicht weit kommt. Vereinzelt findet man in Hotels Mitarbeiter, die Englisch sprechen. Ansonsten ist die wichtigste Kommunikation mit einem herzlichen Lächeln schon getan.

P1140240

Außerhalb des Flugterminals wurden wir erstmal von einem starken Regenschauer empfangen. Also vorerst nix mit Sommer, Sonne, Strand und Meer. Hier war noch Ende der Regenzeit ( Januar – Juli ). Was wir aber als „wird schon nicht die ganze Zeit regnen“ abgetan hatten.

Die Kolonialstadt Olinda – bunt und ruhig

Mit dem Taxi ging es raus aus der Großstadt in die kleine Kolonialstadt Olinda. Entlang der Strandpromenade von Recife. Hier warnte uns der Taxifahrer gleich vor den riesigen Haien, die es hier gibt. Mit einem kleinen selbstgedrehten YouTube-Video ( als sie einen riesigen Weißen Hai hier am Strand aus dem Wasser ziehen ) ließ er Steffi und die Mädels auf dem Rücksitz zusätzlich erschaudern.

P1140200.jpg

Olinda liegt leicht auf einem Hang und man hat einen tollen Panorama-Blick bis zur Skyline von Recife. Die 400.000 Einwohner Stadt ist seit 1982 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Sofort fielen uns die vielen bunten Häuser in den Kopfsteinpflastergassen auf, die Olinda sogar bei Regen einen warmen und tollen Charme verleihen. Daher heißt die Stadt „Ó linda“ übersetzt wohl auch „Oh, wie schön“. Der barocke Kolonialstil der Häuser in der schönen Altstadt zeugt noch von der Kolonialzeit des 17. und 18. Jahrhunderts. Kultur wird hier grundsätzlich groß geschrieben… neben Rio de Janeiro gilt Olinda als die Karneval-Hochburg des Landes. Beim brasilianischen Karneval sind die engen Straßen voll mit tanzenden Menschenmassen. Überall findet man hier auch Straßenmusiker oder aus den vielen Bars in den kleinen Gassen hört man Abends brasilianische Melodien. Überhaupt erwacht Olinda erst am Abend zum Leben und die vielen, tagsüber geschlossenen, Kunstgalerien öffnen ihre Türen. 

P1140101.jpg

P1140254.jpg

P1140141

P1140196.jpg

Die vielen einzigartigen Kirchen, die bunten Kolonialhäuser, die hübsch verzierten schmalen Gassen und die herzlichen Brasilianer machen Olinda zu einem wundervollen und besonderen Ort.

Unsere Unterkunft

P1140164.jpg

Die vier Tage in Olinda wohnten wir in der Pousada Alto Austral, ein kleines individuell eingerichtetes Hotel, dass sich mit seiner bunt-gemusterten Fassade perfekt ins Stadtbild anpasst. Auch innen ist es sehr liebevoll und farbenfroh gestaltet, mit einem kleinen Innenhof, Garten und Pool.

Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet. Zum Frühstück gab es einige brasilianische Spezialitäten, wie den weißen Tapioka-Pfannkuchen aus dem Mehl der Maniokwurzel, die es hier in allen Formen zu Essen gibt.

Nach einem schönen Abend mit Live-Musik in einer bei Einheimischen sehr beliebten Bar in der Altstadt und zwei Rundtouren durch die Straßen Olindas, waren unsere Tage auch schon vorbei.

Es wartete unser Bus Richtung Pipa, dem beliebten Hippie-Surfer-Dorf, mit den traumhaften Stränden… vielleicht sollte es ja doch noch was werden, mit Sommer, Sonne, Strand und Meer.

P1140224