Vulkane an der Dessert Road, the Maori Village und Arbeiten in Maungakaramea

Die zweieinhalb Tage bei Alicja in Wellington waren für uns Vier, wie Urlaub von der Weltreise. Die Kinder genossen es, dass „endlich mal wieder jemand außerhalb der Familie deutsch spricht…“ und auch wir, vor allem Steffi, genossen die Vertrautheit, wieder mal live mit Freunden zu sprechen. Obwohl die Kinder Alicja zum ersten Mal gesehen haben, waren die Drei gleich ein Herz und eine Seele und außerdem genossen wir in dieser kurzen Zeit fast alle Zuckerseiten von Wellington.

Daher war die Stimmung am Tag der Abreise auch etwas gedrückt, zu allem Überfluss regnete es auch noch den Großteil der Fahrt. Wir hatten uns eine lange Strecke, knapp 450km, bis an den Lake Taupo vorgenommen. Hört sich nicht so viel an, bei neuseeländischen Straßen und unseren nicht so „fahrbegeisterten“ Kindern aber eine nicht zu unterschätzende Strecke.

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Auf dem Weg dorthin durchquerten wir auch die „Rangipo Desert“, die wüstenähnliche Gegend beherbergt auch die drei Vulkane… Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro, wobei zwei der Vulkane des Central Volcanic Plateau sich hinter Wollken versteckten.Wir sahen nur den Mount Ruapehu, der im dritten Teil der Herr der Ringe Trilogie als Schauplatz für das Land Mordor diente.

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Die Gegend wirkt sehr bizarr und rau und besitzt quasi keine Vegetation. Die neuseeländischen Streitkräfte nutzen die Wüste für ihre Gefechtsübungen, wie wir unweigerlich mitkriegten. Durch dieses sehr dünn besiedelte Gebiet führt nur eine Straße, der State Highway 1, hier auch Desert Road genannt.

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Über diesen Highway gelangten wir auch an unserem Campingplatz, idyllisch direkt am Lake Taupo gelegen. Leider ging es bei uns nicht ganz so idyllisch zu… ich weiß nicht mehr genau weshalb, aber genau hier gab es Morgens eine recht lautstarke Familien-Auseinandersetzung.

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Als wir uns wieder beruhigt und versöhnt hatten, besuchten wir das nur ein paar Kilometer entfernte Volcanic Activity Centre in Taupo. Nach den Erzählungen über die schweren Erdbeben in Christchurch, waren die Kinder ganz wissbegierig und wollten alles über die vulkanisch geprägte Nordinsel und die Subduktionszone wissen. Hier wurde auch recht kindergerecht beschrieben, was es mit der Pazifischen und Australischen Platte auf sich hat und weshalb es sich gerade hier um eine sehr aktive Zone handelt.

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Anschließend schauten wir uns noch die Huka Falls an. Die Stromschnellen beeindrucken mit strahlend blauen Wasser… bis zu 220.000 Liter pro Sekunde schiesst hier durch die Felsen und sammelt sich dann im Waikato River.

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Danach ging es weiter ins „Wai-O-Tapu Thermal Wonderland“, hier befindet sich das geothermisch aktivste Gebiet Neuseelands. Mit unzähligen Vulkankratern aus denen es raucht und teilweise Wasser und Schlamm sprudelt. Und der Hauptattraktion dem sogenannten „Champagner Pool“, der 65m tief ist und 75 Grad heißes Wasser enthält und durch die Anreicherung der verschiedenen Mineralien faszinierede Farben am Rand des Teiches erzeugt.

Das ganze Areal ist oft eingenebelt von dem Wasserdampf und überall riecht es, wie Zoe treffend sagte „nach faulen Eiern, igiiiittt…“. Doch trotz des Geruchs waren die Kids und wir auch beeindruckt von den Farben und surreal wirkenden Formationen. Ein surreal wirkendes Naturschauspiel.

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Mit unserem neuen Camper waren wir nun langsam recht vertraut. Und alle zu erledigenden Arbeiten, beim Ankommen oder Abfahren vom Campingplatz, liefen uns mehr oder weniger 😉 professionell von der Hand. Na gut beim Entleeren der Wohnmobil-Toilette klappte manchmal nicht alles perfekt, aber zumindest die Mädels hatten dann etwas zu lachen…

Diesmal übernachteten wir auf einem Campingplatz in Rotourua. Dass es sich hier immer noch um eine Region mit hoher geothermischer Aktivität handelt, merkt man sofort an dem bekannte „Schwefel-Geruch“, der über der ganzen Stadt liegt. Vor allem ist die Stadt aber für seine reiche Maori-Kultur bekannt. Weshalb wir hier auch das berühmte Maori-Village „Whakarewarewa“ besuchten. Hier dampfte und qualmte es überall, durch die im ganzen Dorf verteilten geothermischen Quellen.

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Die Maori nutzen diese für viele Alltagstätigkeiten. Beispielsweise fliesst warmes Wasser aus diesen Quellen in ihre „Outdoor-Badewannen“, weshalb man auch keine Seife benötigt, da das Wasser einen so hohen Mineralgehalt hat. 

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Ebenso nutzen sie warmen bis heißen Quellen um Gemüse darin zu garen. Die berühmten handgegrabenen Erdöfen, werden Hāngī genannt. Das Gemüse, der Fisch oder das Fleisch wird in Blätter eingewickelt. Dann wird ein Erdloch gegraben, dieses mit heißen Steinen gefüllt und darauf das eingewickelte Gemüse gegeben, anschließend mit nassen Tüchern bedeckt und wieder zu gegraben. Nach einem längeren Kochprozess hat man saftiges Fleisch und wirklich leckeres Gemüse, mit einem leicht rauchig, erdigen Geschmack… hier hauptsächlich Kumura… Süßkartoffeln.

Zum Abschluss durften wir bei einer Aufführung noch einigen typischen Maori-Liedern lauschen und natürlich den berühmten Maori-Tanz, den „Haka“ bestaunen. Trotz Regenwetter genossen wir alle diesen Tag sehr.

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Am nächsten Morgen ging es weiter nach Auckland, der größten Stadt Neuseeland, in der etwa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung lebt. Hier hieß es Abschied nehmen von unserem Motorhome und umsteigen in ein „Lustig, wie winzig ist das denn…“ ( o-Ton Lilith ) – Auto. Von der Campervan-Station am Auckland-Airport ging direkt weiter Richtung Norden nach Whangarei… beziehungsweise ins kleine Dorf Maungakaramea.

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Hier wartete mit Angela, Andrew und Ihren beiden Söhnen Alex und Jasper, eine weitere Familie auf uns, die uns im Rahmen eines „Work aways“ bei sich aufnehmen wollten. Die Vier waren vor etwas mehr als einem Jahr selbst von einer 16-monatigen Weltreise zurückgekehrt. Sie hatten vor Ihre Reise auch alles aufgelöst und ihr Haus in Auckland verkauft. Bei Ihrer Rückkehr haben sie sich hier draußen 25 Hektar Land mit einem renovierungsbedürftigen altem Farmer-Haus gekauft. Deshalb benötigten Sie auch Hilfe bei allem was so anfällt auf einer großen Farm. 

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Als wir, nach einer endlos wirkenden Landstraße, an unserem Ziel ankamen, wurden wir herzlich von der ganzen Familie einschliesslich Suki, dem einjährigen, wilden, süssem Hund, empfangen. Sie hatten ein leckeres Abendessen gekocht und bei einem kalten Bier erzählte jeder erstmal seine Geschichte. Da wir an einem Freitag ankamen, eröffnete uns Angela anschließend, dass am Wochenende nicht gearbeitet wird und wir Morgen zusammen einen Ausflug machen würden. Fing also schonmal sehr entspannt an, unser Aufenthalt in Maungakaramea.

Zoe und Lilith wurden während den nächsten zehn Tagen nie so richtig warm mit Alex und Jasper, was sicher auch an dem Altersunterschied lag. Außerdem waren die ganzen „Jungs-Sachen“ irgendwie auch nicht so cool für sie. Wobei man mit der X-Box von den beiden einen gemeinsamen Nenner fand. Eigentlich wollten die Mädels die selben „coolen“ Spiele, wie die Jungs zocken. Doch Angela beauftragte Alex damit, für Zoe und Lilith ein passendes „Mädchen Spiel“ auszusuchen, was eigentlich nur lieb gemeint war. Und so saß zumindest Zoe dann mit zusammengekniffenen Lippen vor dem Fernseher und musste versuchten mit einem bunten Einhornpony hüpfende Buchstaben einzusammeln… Das allergrößte Highlight war aber mit Abstand Suki, der Hund von Angela und Andrew. Die Mädchen waren zwar am Anfang mit seiner jugendlichen wilden Art etwas überfordert, aber mit der Zeit waren sie richtig verliebt in Suki.

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Daher waren die beiden auch die meiste Zeit mit „Ihrem Kumpel“ draußen unterwegs. Jetzt ist auch klar, dass wir auf jeden Fall mal einen Hund haben werden. Außerdem gab es noch drei sehr scheue Alpakas, fünf gackernde Hühner und eine gechillte Katze.

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Und so merkten wir mal wieder, wenn die Kinder happy sind, dann geht es der ganzen Familie gut. Wir hatten zwar recht viel zu tun, aber die Tage hier draußen waren für uns ein wirkliches zur Ruhe kommen und Balsam für die Familienseele.

Wir jäteten Unkraut und pflanzten neuen Rasen, strichen den langen Zaun rund um das Alpaka-Gelände, schlugen den alten Ofen im Wohnzimmer frei und strichen das neue Zimmer im Obergeschoss, sowie die Hausfassade. Zusätzlich kochte ich Abends noch für alle, sprich wir hatten ordentlich zu tun, aber trotz allem fühlten wir uns hier pudelwohl. Nachmittags machten wir gemeinsam mit den Kids Spaziergänge über die Felder und Wälder, die alle noch (!) zu dem Grundstück gehörten. Wir bauten eine Holzhütte im Wald, mit den abgeschlagenen Holzlatten aus dem Dachstuhl.

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Außerdem machten wir mit Angela, Andrew und ihren Kids einen Ausflug nach Wangharei, an den 20km entfernten Ruakaka Beach und genossen am vorletzten Abend noch den Sonnenuntergang von einem kleinen Hügel aus. Angela erzählte uns, dass sie oft ihr am Wochenende gemeinsam mit einem Glas Wein sitzen… Ach, irgendwie so ein Stück Land, mit einem Haus… auch idyllisch. Das gute an unsere Reise und den vielen verschiedenen Orten, ob Großstadt, Strand oder Berglandschaft, ist, dass wir ständig andere Orte toll finden und immer neue Pläne schmieden 😉 Nur die Temperatur war uns hier etwas zu kühl, also zumindest den Großteil des Jahres sollte es warm sein… soviel ist sicher.

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen. Die Kinder verabschiedeten sich herzzerreißend von Suki und wir fuhren gegen Mittag dann winkend vom Hof… doch wir schafften es nur knapp hundert Meter… die Mädels wollten nochmal zu den Alpakas und ich schaltete kurz den Motor aus… leider sprang er dann nicht mehr an… Batterie leer… Andrew half uns dann kurzerhand aus und wir verabschiedeten uns ein zweites Mal. Nachdem wir das Auto abgegeben hatten, mussten wir noch einige Stunden am Flughafen ausharren, bis unser Nachtflug Richtung Buenos Aires abhob.

Die Mädels machten sich auf der Flughafen -Toilette aber schonmal „Nacht-startklar“, mit ihren neuen Schlafanzügen…

Danke Neuseeland für die vier, sehr kurzen, aber auch inspirierenden und ereignisreichen Wochen. IMG_6511

Die beiden Inseln bieten spektakuläre Landschaften entlang der vielen Panorama-Straßen und überall wird man mit einem freundliche „Kia Ora“ empfangen. Gerade die vielen Begegnungen  mit soviel netten Menschen.. Olivia und Ihre Family in Oamaru, sowie Alicja in Wellington und jetzt Angela und Anhang in Maungakaramea… bleiben uns sicher lange in Erinnerung. 

Thanks New Zealand, we will definitely be back!… auch wenn du am Ende der Welt liegst…

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Mit dem Motorhome nach Wellington

In unserem neuen Motorhome konnte man sich im Gegensatz zu dem kleinen Campervan, tatsächlich richtig bewegen… ich konnte kochen, die Mädels am Tisch ihre Sticker-Alben bearbeiten und Steffi gemütlich auf dem Bett liegen und lesen… Gut dieser friedliche Zustand war so eigentlich nie gegeben, aber… es wäre räumlich in diesem riesigen Ding möglich gewesen. Man stand sich nicht andauernd auf den Füßen und konnte sich sogar umdrehen, also definitiv ein Upgrade zu unserem schnuckeligen Van an der Great Ocean Road.

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Nachdem wir uns im Pack N Save eigedeckt hatten ( Pack N Save ist quasi der Discounter in Neuseeland, aber für deutsche Verhältnisse, ist es von der Auswahl eher wie eine Metro für private Endverbraucher. Die Auswahl ist riesig und es gibt wirklich tolle Produkte. ), ging es Richtung Pazifischer Ozean nach Kaikoura.

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Die Autobahn an der Küste entlang erinnerte uns fast vom Panorama an die Great Ocean Route nur mit etwas mehr Wolken 😉

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Kurz vor Kaikoura hielten wir an einer kleinen Parkbucht direkt an der Straße und konnten von dort eine große Robbenkolonie direkt vor uns beobachten.

Das kleine Fischerdorf Kaikoura ist bekannt für sein hervorragendes Sea-Food, speziell für den Lobster und Crayfish… und diesen isst man stilecht mit einer Flasche Sauvignon Blanc direkt am Strand in einer der vielen „Imbissbuden“. P1090684.jpg Die Fish & Chips in einer fantastischen Qualität servieren. Die Maori-Schreibweise Kaikōura, bedeutet übersetzt kai = Essen/Mahl, kōura = Krebs/Languste. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Die Nacht verbrachten wir an einer die vielen „Free Camping Sites“, direkt am Strand. Als wir Morgens aufwachten, durften wir einer Gruppe Delfine bei Ihrem Spring-Wettbewerb zuschauen.

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Nach dem Frühstück ging es weiter Richtung Nelson, da wir dort einen Termin mit einem Techniker der Camper-Firma hatten, da unser Kühlschrank nicht funktionierte. Davor machten wir noch in Havelock halt, der „Capital-City of the Greenshell mussel“. Natürlich probierten wir auch hier die fangfrischen Grünschnabel-Muscheln in allen Variationen.

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Zoe und Lilith hatten während der Fahrten nun einen kompletten Tisch für ihre Ausmalbilder und Klebebücher. Aber zusammen mit den Krümmel und Apfelstückchen von Ihrem Proviant natürlich auch viel mehr Platz zum Chaos und Schmutz machen. Aber das gehört wohl zum Camper-family-Lifestyle dazu 🙂 Unser Kühlschrank war leider so spontan nicht reparabel, aber dafür übernahm die Mietfirma von nun an alle Kosten für die weiteren Campingplätze. Endlich mussten wir mal nicht mehr auf den Preis schauen…

Die Strecke von Nelson nach Picton eröffnete uns nochmals einen tollen Blick auf eine der vielen Meeresbuchten im Norden der Südinsel.

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Am nächsten Tag legte die „Interislander“, unsere Fähre Richtung Nordinsel ab… mit Ziel Wellington. 

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In Wellington besuchten wir Alicja, eine ehemalige Arbeitskollegin von Steffi, die in einer tollen alten Villa im Stadtteil Newtown wohnt, mit einem Parkplatz, in den unser Riesen-Schiff wie angegossen reinpasste.

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Die nächsten zwei Tage bekamen wir von Alicja eine wundervolle private Stadtführung. Den ersten Nachmittag und Abend erkundeten wir das urbane und vor allem kulinarische Wellington. Und am zweiten Tag besichtigten wir die Produktionsstudios der bekannten Macher der Herr der Ringe-Reihe um Peter Jackson und machten eine tolle Runde um die „Base“. Zum Abschluss ging es noch auf den höchsten Lookout mit einem herrlichen Blick über das abendliche Wellington. Abschließend zitiere ich mich einfach selbst, mit unserem Instagram-Post zu Wellington:

Eigentlich hatten wir beschlossen, dass wir nicht mehr in einer Großstadt wohnen möchten. Doch für Wellington würden wir vielleicht eine Ausnahme machen 😊. Hier findet man atemberaubende Natur und wunderschöne Sandstrände gepaart mit einer Urbanität und einem kulturellen und kulinarischem Angebot einer Metropole. Und das bei gerade einmal 180.000 Einwohnern… Wellington we ❤️ you… und wir kommen definitiv wieder!

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Sydney – Christchurch – Oamaru

Um 5.30 Uhr holte uns das Taxi an unserem Appartement in der Botany Road ab. Dementsprechend müde hingen die Kids auf dem Rücksitz und schauten mit verschlafenen Augen aus den Autofenstern aufs morgendliche Treiben in den Straßen von Sydney. Steffi und ich unterhielten uns sehr nett mit dem Taxifahrer, der eigentlich High School Lehrer ist und sich mit dem Taxifahren ein bisschen was dazu verdient. Er erzählte von dem auch in Australien etwas eingerosteten Schulsystem, dass seiner Meinung nach, dringend eine Reform benötigen würde, die zuständigen Behörden sich aber kaum bewegen würden. IMG_6184IMG_6186

Der doppelstöckige Airbus A380 der Emirates Airline brachte uns sehr komfortabel und ruhig innerhalb von drei Stunden an den Airport Christchurch. Wie immer lief unsere Routine ab… Handgepäck im Flieger zusammen suchen, bloß nichts vergessen, Geld abheben am ATM, SIM Karte kaufen… die trägen Kids zum Gepäckband schleifen… und vorher noch kurz zur Passkontrolle… aber hier lief es diesmal etwas anders als sonst.

Vorweg: unsere erste Bleibe in Neuseeland war eine 10-köpfige (!) Familie in Oamaru, etwas südlich von Christchurch, die wir über die Internet-Plattform „workaway“ ergatterten. Man arbeitet ein paar Stunden pro Tag und bekommt dafür eine kostenlose Unterkunft. Soweit so gut, nur benötigt man dafür offiziell eine Arbeitsgenehmigung in Neuseeland. Und da wir hier nicht wirklich nachgedacht haben und mal wieder zu ehrlich waren, lief es so ab:

Die Dame vom Immigration Office: „Hello welcome in New Zealand… your Arrival Card and passport, please.“ ( Auf der Arrival Card muss mein seinen Aufenthaltsort, bzw. seine Adresse in Neuseeland eintragen. ) „Oh, is this the address of a hotel or an apartment?“

Wir: „Oh no, this is a family, we help them a little bit.“

Immigration Office: „You help? How? You know the family?“

Wir: „Äh no… we don`t know them… we…“

Die Dame vom Immigration Office holte eine andere Dame dazu und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Diese Dame bat uns dann mitzukommen und vor einer verschlossenen Tür zu warten. Steffi und ich versuchten so leise wie möglich uns zu unterhalten: „Mist, warum haben wir das jetzt gesagt?“ 

Nach ein paar Minuten kam ein netter Herr zu uns und zeigte mir seine unzähligen Ausweise und stellte sich als Matthew vor… „Matthew, you can say Matt!“ Auf meinen Reisepass schauend, sagte er zu mir: „Max..imilian, can i say Max? Please follow me… the kids and your wife can stay here.“

Wir gingen in einen komplett kahlen Raum mit einem Tisch, zwei Stühlen und einer Kamera. Als Matt dann das Gespräch noch damit beginnt: „Max… what do you think is a Tourist Visa?“, merkte ich das es jetzt wirklich ernst ist. Ich erzähle ihm von unserer Reise und musste alle Länder aufzählen, die wir schon bereist haben und vorhaben zu bereisen. Ich zeigte ihm alle Buchungen, von Mietwägen und Campervans in Neuseeland. Zum Schluss musste ich ihm noch einen Nachweis unserer finanziellen Situation geben. Danach durfte ich wieder draußen warten.

Kurz darauf kam Matt wieder raus und gab uns unsere Reisepässe mit dem Hinweis, dass wir eine einmalige Verwarnung ausgesprochen bekommen. Und ihm versichern müssen, für die Unterkunft etwas zu bezahlen und nicht in Neuseeland zu arbeiten. 

Erleichtert schlichen wir zur Gepäckausgabe…

Erst gegen Abend erreichten wir Oamaru, beziehungsweise Weston ein kleiner Ort etwas außerhalb und wurden sehr herzlich von Olivia, Aaron und ihren acht Kindern begrüßt.

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Wir blieben für sieben Tage bei Olivia und ihrer Familie und hatten eine Menge Spaß. Olivia praktiziert mit Ihren Kids Home-Schooling, sprich es ist von frühmorgens bis spätabends immer volles Haus.

Die Mädels hatten endlich wieder andere Kinder zum spielen, Fahrräder, Roller und ein Trampolin im Garten. Wir machten mit Olivia und ihren Kids einen kleinen Ausflug ins benachbarte Timaru oder spielten zusammen Abends Kartenspiele. Wir kümmerten uns immer um das Mittag- und Abendessen, für fast 13 Leute schon fast immer ein kleiner Catering-Auftrag ;-).

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Außerdem „halfen“ wir beim Sauber machen und der Kinderbetreuung, diese Aufgaben teilten wir uns mit Mizuki, einer netten jungen Dame aus Japan, die auch über die Plattform „workaway“ bei Olivia wohnte.

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An unserem vorletzten Tag schauten wir uns „nur“ zu Viert noch das alte Hafenviertel von Oamaru an, sowie die Bucht der „Blue Penguin Colony“. Bis in die 70er Jahre war Oamaru eine der finanzstärksten Städte Neuseeland, die Schließung des Hafens traf die Stadt aber sehr hart. Doch Oamaru war eine der ersten Städte Neuseeland, die es verstand ihre historische Architektur touristisch zu vermarkten und der historische Hafen ist so zu einem beliebten Touristen-Ziel geworden.

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Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns nach dem Frühstück von Olivia, Aaron, Kheida, Ahnique, Tyeisha, Lakiea, Tariq, Priyah, Xavier and Emmett… 🙂

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Von Oamaru aus fuhren wir Richtung Lake Tekapo in der Region Canterbury, der 95qkm große Gletschersee ist der größte auf der Südinsel. Das Panorama dieses strahlend blauen Sees mit dem Mount Cook im Hintergrund könnte man aus allen Perspektiven sofort auf eine Postkarte drucken. Nicht weniger beeindruckend, vielleicht sogar noch cooler, war der Lake Pukaki.

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Die strahlend blaue Farbe erhalten die beiden Seen durch den Zufluss von Gletscherwasser, beziehungsweise den Abrieb des Gletscheruntergrundes.

Am Nachmittag fuhren wieder zurück nach Christchurch, wo wir in einem der vielen, sehr gehobenen Hostels übernachteten mitten in Christchurch Central. Die Stimmung in der Stadt war etwas gedrückt, durch den schlimmen Terroranschlag eine Woche zuvor.

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Mit knapp 350.000 Einwohnern ist Christchurch die größte Stadt der Südinsel, doch noch heute sieht man die verheerenden Folgen des schweren Erdbebens vom 22. Februar 2011, als hier 185 Menschen ums Leben kamen. Die komplette Innenstadt besteht immer noch aus einer riesigen Baustelle. 

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In der Nähe des Christchurch Airport verluden wir unsere Rucksäcke von unserem kleinen Toyota in unser 4-Personen Motorhome, mit zwei Doppelbetten, einer geräumigen Küche und eigenem Bad… unser zweites Camper-Abenteuer konnte beginnen.

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