Mit dem Motorhome nach Wellington

In unserem neuen Motorhome konnte man sich im Gegensatz zu dem kleinen Campervan, tatsächlich richtig bewegen… ich konnte kochen, die Mädels am Tisch ihre Sticker-Alben bearbeiten und Steffi gemütlich auf dem Bett liegen und lesen… Gut dieser friedliche Zustand war so eigentlich nie gegeben, aber… es wäre räumlich in diesem riesigen Ding möglich gewesen. Man stand sich nicht andauernd auf den Füßen und konnte sich sogar umdrehen, also definitiv ein Upgrade zu unserem schnuckeligen Van an der Great Ocean Road.

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Nachdem wir uns im Pack N Save eigedeckt hatten ( Pack N Save ist quasi der Discounter in Neuseeland, aber für deutsche Verhältnisse, ist es von der Auswahl eher wie eine Metro für private Endverbraucher. Die Auswahl ist riesig und es gibt wirklich tolle Produkte. ), ging es Richtung Pazifischer Ozean nach Kaikoura.

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Die Autobahn an der Küste entlang erinnerte uns fast vom Panorama an die Great Ocean Route nur mit etwas mehr Wolken 😉

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Kurz vor Kaikoura hielten wir an einer kleinen Parkbucht direkt an der Straße und konnten von dort eine große Robbenkolonie direkt vor uns beobachten.

Das kleine Fischerdorf Kaikoura ist bekannt für sein hervorragendes Sea-Food, speziell für den Lobster und Crayfish… und diesen isst man stilecht mit einer Flasche Sauvignon Blanc direkt am Strand in einer der vielen „Imbissbuden“. P1090684.jpg Die Fish & Chips in einer fantastischen Qualität servieren. Die Maori-Schreibweise Kaikōura, bedeutet übersetzt kai = Essen/Mahl, kōura = Krebs/Languste. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Die Nacht verbrachten wir an einer die vielen „Free Camping Sites“, direkt am Strand. Als wir Morgens aufwachten, durften wir einer Gruppe Delfine bei Ihrem Spring-Wettbewerb zuschauen.

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Nach dem Frühstück ging es weiter Richtung Nelson, da wir dort einen Termin mit einem Techniker der Camper-Firma hatten, da unser Kühlschrank nicht funktionierte. Davor machten wir noch in Havelock halt, der „Capital-City of the Greenshell mussel“. Natürlich probierten wir auch hier die fangfrischen Grünschnabel-Muscheln in allen Variationen.

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Zoe und Lilith hatten während der Fahrten nun einen kompletten Tisch für ihre Ausmalbilder und Klebebücher. Aber zusammen mit den Krümmel und Apfelstückchen von Ihrem Proviant natürlich auch viel mehr Platz zum Chaos und Schmutz machen. Aber das gehört wohl zum Camper-family-Lifestyle dazu 🙂 Unser Kühlschrank war leider so spontan nicht reparabel, aber dafür übernahm die Mietfirma von nun an alle Kosten für die weiteren Campingplätze. Endlich mussten wir mal nicht mehr auf den Preis schauen…

Die Strecke von Nelson nach Picton eröffnete uns nochmals einen tollen Blick auf eine der vielen Meeresbuchten im Norden der Südinsel.

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Am nächsten Tag legte die „Interislander“, unsere Fähre Richtung Nordinsel ab… mit Ziel Wellington. 

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In Wellington besuchten wir Alicja, eine ehemalige Arbeitskollegin von Steffi, die in einer tollen alten Villa im Stadtteil Newtown wohnt, mit einem Parkplatz, in den unser Riesen-Schiff wie angegossen reinpasste.

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Die nächsten zwei Tage bekamen wir von Alicja eine wundervolle private Stadtführung. Den ersten Nachmittag und Abend erkundeten wir das urbane und vor allem kulinarische Wellington. Und am zweiten Tag besichtigten wir die Produktionsstudios der bekannten Macher der Herr der Ringe-Reihe um Peter Jackson und machten eine tolle Runde um die „Base“. Zum Abschluss ging es noch auf den höchsten Lookout mit einem herrlichen Blick über das abendliche Wellington. Abschließend zitiere ich mich einfach selbst, mit unserem Instagram-Post zu Wellington:

Eigentlich hatten wir beschlossen, dass wir nicht mehr in einer Großstadt wohnen möchten. Doch für Wellington würden wir vielleicht eine Ausnahme machen 😊. Hier findet man atemberaubende Natur und wunderschöne Sandstrände gepaart mit einer Urbanität und einem kulturellen und kulinarischem Angebot einer Metropole. Und das bei gerade einmal 180.000 Einwohnern… Wellington we ❤️ you… und wir kommen definitiv wieder!

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