Von Montagu nach Stellenbosch über Gansbaai & Hermanus

Auf dem Weg nach Stellenbosch machten wir unter anderem noch Halt in Gansbaai. In irgendeiner Zeitschrift laß ich von der „Shark Alley“, diese Stelle im Meer zwischen der Küstenstadt Gansbaai und der kleinen Insel Dyer Island wird deshalb so genannt, da es hier viele Robbenkolonien gibt und sich das ganze Jahr über hier so viele Weiße Haie tummeln, wie nirgendwo sonst auf der Welt. Daher der Name „Shark Alley“… das wollte ich unbedingt sehen, aber wirklich geplant hatte ich den Ausflug nicht, denn von der Küste aus, war natürlich nichts zu sehen und man hätte hierfür mit einem der unzähligen „Shark Watching“-Boote rausfahren müssen. Nur hielt sich die Begeisterung im Auto für Papas Idee in Grenzen und auch der Blick auf die Uhr sprach nicht für einen Tagestrip raus aufs Meer.

P1020850

P1020849

Also fuhren wir weiter nach Hermanus, DIE Stadt in Südafrika für Walbeobachtungen. 

Und schon an der zweiten Bucht, an der wir Halt machten entdeckten wir insgesamt sechs Wale in unmittelbarer Küstennähe. Am Ende konnten wir Vier, auch Zoe und Lilith erbarmten sich irgendwann aus dem Auto zusteigen, eine Walmutter mit Baby direkt vor unserer Nase beobachten. Dies war mit Abstand die beeindruckendste Erfahrung mit einem Wal in unmittelbarer Nähe.

P1020861

Richtig genießen konnten wir den Moment aber nicht wirklich, da man ununterbrochen von irgendeiner Art Sandfliegen gebissen wurde und die Hitze unerträglich war. In Montagu hatten wir am Morgen noch 14 Grad und hier an der Bucht in Hermanus zeigte das Thermometer stolze 38 Grad. Hinzu kam noch das mein schon fast wieder vergessener Heuschnupfen im südafrikanischen Frühling noch heftiger war, als in Deutschland. Mit laufender Nase, tränenden Augen, juckenden Beinen und schwitzend stieg ich wieder ins Auto und wir fuhren weiter nach Stellenbosch Richtung Kapstadt.

Als wir über den „Sir Lowry`s Pass“ fuhren hatten wir einen wahnsinnigen Blick über die False Bay. Steffi sagte: „Wow, jetzt sind wir fast in Kapstadt, nach acht Wochen… Wahnsinn.“ Doch zuerst steuerten wir Stellenbosch an, unsere vorvorletzte Station in Südafrika.

P1030096

P1030106

Unsere Unterkunft ein riesiges Haus lag idyllisch am Fuße eines Berges, im sehr ruhigen Viertel namens Arnesta. Das Haus hat zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, eine Terrasse, einen kleinen Garten, ein Büro ( welches von den Kids gleich zum Spielezimmer umfunktioniert wurde ) und einem Fernsehzimmer mit Netflix… Lilith: „Netflix, Mama, Netfliiiix!!!!“

Hier fühlten wir uns gleich wohl. Das Thermometer zeigte auch Abends immer noch fast dreißig Grad. Beim Abendessen im Garten sagte Zoe: „Mama, Papa, hier ist jetzt genauso warm wie im Urlaub“.

P1030125

Den ganzen nächsten Tag entspannten wir im Haus und spielten eine sehr amüsante Runde Monopoly, mit der Südafrika-Edition. Bei der die Kinder sofort einige Straßen, hier die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Südafrikas, erkannten.

Morgens entschieden wir uns an den nächstgelegenen Strand zu fahren… ins circa dreißig Autominuten entfernte Gordon`s Bay.

P1030015

Leider war der im Reiseführer angepriesene Stadtstrand alles andere als schön, wirklich am Strand sitzen konnte man nicht, da das Wasser bis an die Mauer reichte, welche die Abgrenzung zum Parkplatz markierte und das Wasser war extrem schmutzig. Den Kindern machte dies nichts und sie stürzen sich ins Meer. Steffi und ich saßen auf der Mauer beobachteten das Treiben im Wasser und an der Strandpromenade.

Später wanderten wir etwas weiter die Küste entlang zu einer anderen Badestelle. Hier stach sofort die lange Warteschlange an einer öffentlichen Wasserleitung ins Auge, an der einige Afrikaner riesige Wasserkanister auffüllten und mühsam wegtrugen. Am Parkplatz kämpften die wartenden Jugendlichen um die Gunst der neu heranfahrenden Autofahrer, um auf deren Auto aufzupassen oder diese zu waschen, um dann ein paar Rand zu erhalten.

P1030027

Später machte ich mit den Kindern im Wasser noch Bekanntschaft mit einem homosexuellen Pärchen aus Namibia. Er ist halb Deutscher, halb Namibianer, arbeitete aber lange als Lehrer in Hamburg, wo er seinen jetzigen Mann kennenlernte, der wiederum aus Villingen-Schwenningen kommt. Als ich erzählte, dass wir gerade eine Weltreise machen und ich gebürtig aus Karlsruhe komme, mussten wir alle lachen, dass man sich dann hier in Gordon`s Bay im Wasser trifft.

P1030020

Während unseres Aufenthaltes in Stellenbosch besuchten wir auch das Weingut „Spier“, das größte Weingut Südafrikas. Was eigentlich nicht allzu viel vermuten ließ, da wir Spier-Weine schon viele in den „Checkers“ und „Pick `n` Pay`s“ Südafrikas gesehen haben, also den typischen Discountern. Aber da lagen wir gründlich daneben, es gab hier zwar auch die günstigen „Supermarkt-Weine“, aber alle anderen Weine überzeugten uns durchweg während unserer Weinprobe, auf dem sehr liebevoll angelegten Weingut.

P1030046

IMG_3837

Mit dem integrierten Kunstmarkt, dem Gourmet-Restaurant, den Abenteuer-Spielplätzen und dem eigenen See mit kleinen Booten, erinnerte es aber mehr an „Karl`s Erdbeerhof“, als an ein klassisches Weingut. Am Ende genossen wir noch einen selbst zusammengestellten Picknick –  Korb in der Idyllischen Parkanlage.

P1030049

P1030047

Abends schlenderten wir noch durch das abendliche Stellenbosch und genossen die Abendsonne bei einem Bier und Abendessen in einer lokalen Craft Beer Brauerei. Stellenbosch… hier kann man es sich gut gehen lassen. Auf zur letzten Etappe nach Kapstadt.

P1030116

Von Witsand nach Montagu

Bevor wir unsere neue Unterkunft in Montagu ansteuerten, wollten wir noch einen kleinen Abstecher ins „De Hoop Nature Reserve“ machen.

Eigentlich sind es bis dorthin nur circa 50km, wenn man die letzte handbetriebene Fähre über einen kleinen Fluß Richtung Malgas nimmt. Leider fanden dort aber gerade Reparaturarbeiten statt… Ich stieg kurz aus dem klimatisierten Auto in die sengende Hitze und unterhielt mich mit zwei älteren Südafrikanern, die mir sagten es wäre besser den 1,5 Stunden längeren Weg zu nehmen, da man in dieser Gegend in Südafrika nie wissen könnte, wie lange solche Reparaturen dauern können und man so eventuell einen ganzen Tag mit Warten verbringen kann. Die nicht aspahltierte Umgehungsstraße, im Englischen auch gerne „Dirt Road“ genannt schüttelte uns dann drei Stunden ordentlich durch.

Die Kinder überbrückten die lange Fahrt mit dem „Kleinen Wassermann“, was der Fahrt ausnahmsweise etwas sehr meditatives verlieh, da wir diesmal alle Vier dem Hörspiel lauschten. Angekommen an einer Tankstelle kurz vor dem Naturreservat wollten wir kurz einen kleinen Mittagssnack nehmen, aber Zoe wollten partout nicht aussteigen und Ihr Stimmungsbarometer stieg innerhalb kürzester Zeit dermaßen in den roten Bereich, dass wir an der Tankstelle einen extrem temperamentvollen Wutausbruch mit herumfliegenden Sandwiches erlebten.

Angekommen im „De Hoop Nature Reserve“ war die Stimmung wieder etwas besser, auch dank des „Dschungelbuch“-Hörspiels, hier sei wirklich mal erwähnt, welch beruhigende Wirkung Hörbücher auf Kinder haben können… 

P1020685

Das „De Hoop Nature Reserve“ beeindruckt durch seinen tollen Ausblick auf das tosende Meer und die endlos weiten Sanddünen, auf denen die Kinder sich richtig auspowern konnten und wir Wettrennen machten, wer es als Erstes auf die höchste Düne schafft.

P1020654

Etwas gedankenversunken saß ich noch lange auf einer Sanddüne und schaute auf den Ozean.

P1020672

Zum ersten Mal während unserer Reise hatte ich das Gefühl, dass es falsch ist nichts zu tun oder ich beruflich auf keinen grünen Zweig mehr komme, wenn ich jetzt die ganze Zeit nichts mehr tue. Da ich am Vorabend aus Langeweile :-), einen alten Arbeitskollegen von mir gegoogelt habe und er in Wien gerade extrem erfolgreich ist und kurz vor seiner vierten Restaurant-Eröffnung steht.

P1020693

Am frühen Abend kamen wir endlich in Montagu an… alle waren hungrig und müde, äußerst ungünstige Vorzeichen um mal wieder in einer neuen Umgebung anzukommen. Dementsprechend angespannt war die Stimmung, zu allem Überfluss war die Unterkunft auch noch teurer als ursprünglich gedacht, was Steffi zusätzlich nervös machte. Nach einer lautstarken Auseinandersetzung zwischen mir und Zoe ging ich wieder gespielt grinsend zurück zur Rezeption und fragte den, durch unsere Lautstärke, etwas irritierten Herren wo man den hier am besten mit Kindern Abendessen könne, beziehungsweise welche Restaurants den kinderfreundlich wären. Er gab mir einen Tip und wir machten uns, alle etwas angespannt, auf den Weg zum Restaurant „Street 22“. Wie sich ziemlich schnell herausstellte, handelte es sich hier nicht um ein legeres Restaurant mit Kinderspiel-Area, sondern um das beste Restaurant der Stadt, mit schick gedeckten Zweiertischen und weit und breit keine Familien zu sehen, sondern nur sich ruhig unterhaltende Pärchen… ein kurzer Blick auf unsere Mädels, mit Augenringen und verzottelten Haaren, und Steffi und ich wussten… No Way, das geht gar nicht.

Kurzerhand entschlossen wir uns, an diesem doch recht kühlen Abend, auf der nicht gedeckten Terrasse zu sitzen. Am Ende war es ein sehr entspannter Abend, mit schönen Unterhaltungen mit den Kindern und dem bis dato besten Essen, das wir Südafrika genießen durften.

Montagu selbst ist ein kleines verträumtes Städtchen, mit Häusern im viktorianischen Stil und in allen Himmelsrichtungen traumhaft umschlossen von den kargen, felsigen Bergen.

P1020741

Am nächsten Morgen hatten wir endlich Zeit unsere neue Unterkunft zu entdecken. Die „Kogman & Keisie Farm“ liegt am Stadtrand von Montagu, mit herrlichem Blick auf die Berge. Wunderschön angelegt mit vielen Lavendelsträuchern, Granatapfel- und Olivenbäumen. Einem Spielplatz für die Kids, vielen Hühnern, Schafen, Gänsen und Enten, sowie einem tollen Wintergarten umrahmt von Weinreben und einem Gemüsegarten.

P1020735

P1020836

Als ich mit Steffi so über das Anwesen schlenderte, träumten wir mal wieder so vor uns hin… „Das ist es eigentlich was wir möchten… Ein Selbstversorger-Haus, mit einigen individuellen Appartements zur Vermietung… Man müsste nur das passende Fleckchen Erde finden.“

P1020832

P1020841

Apropos Fleckchen, Zoe und Lilith waren ganz verliebt in die vier Farmhunde, welche sehr zutraulich sind und sich gerne von den Kindern streicheln ließen. Einer der Hunde wurde von Zoe liebevoll „Flecki“ getauft. 

Bis wir es endlich schafften, dass alle angezogen und abfahrbereit waren, war die Frühstückszeit schon längst vorbei und alle schon wieder komplett ausgehungert.

Im Moment haben wir noch keinen richtigen Alltag und vor allem an den, doch oft recht strapaziösen Reisetagen, fehlt es den Mädels einfach an den Grundbedürfnissen Schlaf und Hunger. Das zeigte sich auch wieder beim Mittagessen, als Zoe vor lauter Hunger in einem Wutanfall in einen Teller heiße Pasta griff und diese auf dem Tisch verteilte… am Ende wurden aber doch alle satt und wir fuhren zum Fabrikverkauf der Firma „Montagu Fruits“. Montagu ist die Hauptstadt der Trockenfrüchte, dass merkt man nicht nur an der Vielzahl an „Dried Fruit & Nuts Shops“, sondern auch an dem Untergrund der meisten Autoeinfahrten und Innenhöfen. Sie sind nicht ausgelegt mit Kies oder ähnlichem, sondern mit Pfirsich- und Aprikosenkernen. Nach meiner Frage: „Who has eaten all those peaches?“, wurde mir geantwortet, dass eine hier ansässige Firma auf die Idee kam den Trockenfrucht-Herstellern die Kerne abzunehmen und diese zu trocknen und weiter zu verkaufen. Da gerade in Trockenzeiten, man hier große Probleme mit all dem Staub hat und die Fruchtkerne kein Staub aufwirbeln im Gegensatz zu Kies.

P1020844

Bei „Montagu Fruits“ hatten wir eine spontane und schöne Begegnung mit einer Dame, die uns zweifelsfrei als Touristen erkannte und uns, zwischen den Regalen zu flüsterte, dass man die getrockneten Mangos für den halben Preis ein paar Straßen weiter bekommen würde. Sie könne uns den Weg gerne zeigen, wir sollen Ihr einfach hinterherfahren, sie komme regelmäßig aus Oudtshoorn hierher um Trockenfrüchte und Nüsse einzukaufen. Man merkte mal wieder, wie hilfsbereit und nett die Menschen in Südafrika sind. Sie behielt auch recht und wir deckten uns mit getrockneten Mangos ein…

Am späten Nachmittag besuchten wir noch den zweiten „unique selling point“ der Stadt die überall angepriesenen „Montagu Hot Springs“. Leider entpuppten sich die „Montagu Hot Springs“ nicht als romantisch im Fels gelegene heiße Quellen, sondern einfach als ein an ein Hotel grenzendes Freibad mit beheizten Becken. Die Kinder hatten trotzdem Spaß…

Samstags morgens besuchten wir den Wochenmarkt Montagu`s. Ein sehr kleiner unscheinbarer Markt, auf dem ich aber ein äußerst leckeres, frittiertes Hefegebäck gefüllt mit einem pikanten indischen Curry essen durfte. Was mich dermaßen kulinarisch überraschte, dass ich mich sehr lange mit der sympathischen Dame unterhielt und Sie mir erzählte, dass sie diesen Stand hier schon seit zwanzig Jahren betreiben würde. Ohne zu zögern diktierte Sie mir das Rezept für den Teig und gab mir noch Ihre Nummer, falls ich irgendwie Probleme hätte, zwecks der Konsistenz des Teiges.

Gut gestärkt machten wir uns danach auf, die unzähligen Weingüter in der Umgebung zu erkunden.

P1020759

Die Kinder hatten darauf natürlich nicht wirklich Bock und verbarrikadierten sich mit Ihren Hörspielen im Auto, was mehrfach dazu führte, dass ich und Steffi bei einer Weinprobe saßen und urplötzlich die Alarmanlage unseres Mietautos anging, da sich die Mädels einschlossen und dann doch die Autotür aufrissen, weil sie merkten… Oh ich muss mal schnell Pippi.

Das Weingut „Springfield“ liegt malerisch an einem kleinen See und lädt mit seiner grünen Wiese und den schattigen Plätzen unter den großen Bäumen zum verweilen ein, nur leider konnten die Weine uns nicht wirklich überzeugen.

P1020748

P1020749

Das zweite Weingut, De Wetshof, lief uns geschmacklich auch nicht wirklich rein, beeindruckte aber mit seinem herrschaftlichen Anwesen, das sich vor dem Weißen Haus in Washington nicht verstecken muss. Am schönsten war aber die nette Unterhaltung mit einem Pärchen aus Kapstadt, die Ihre Wochenende hier verbrachten und mit uns im Garten ein Wine-Tasting machten. 

P1020757

P1020758

Zu erwähnen sei noch, dass ich auf einer mit Palmen gesäumtem Parkplatzauffahrt leicht unseren Toyota Corolla Mietwagen hinten gegen eine Palme bugsierte. Zum Glück aber ohne sichtbaren Schaden… ein Schelm, wer dabei denkt es lag an den Weinproben.

Den Sonntag verbrachten wir gechillt auf der Farm, Steffi schrieb an Ihrem Tagebuch, die Kinder spielten mit den Tieren und ich versuchte mich am Anstieg auf den Gipfel des Hausberges.

P1020772

P1020793

Am nächsten Morgen hieß es für Zoe und Lilith Abschied nehmen von Ihrem geliebten Flecki… Zoe: „Oh man, ich werde nie wieder so einen besonderen Hund wie Fleckchen haben, mit zwei unterschiedlichen Augen… *schnief*…“

Danach ging es auf zu unserer vorerst letzten längeren Autofahrt Richtung Stellenbosch.

P1020811

 

Von Oudtshoorn nach Witsand

Die von Frühblühern bunt erleuchtete Landschaft rund um die Route 62 führte uns aus Oudtshoorn raus Richtung Montagu, mit einem kleinen Zwischenstopp in Witsand. Hier durchfuhren wir auch zum ersten Mal Teile der hier beginnenden Weinanbaugebiete Südafrikas und machten auch gleich eine kleine Mittagspause beim Weingut „de Krans“. Das Weingut liegt malerisch am Rande des kleinen Städtchens Calitzdrop, umgeben von Weinreben.

Version 2

Das Essen war rustikal, aber wirklich ausgezeichnet, wobei die weine uns nicht wirklich überzeugten, was bis hierher alle probierten Südafrikanischen Weine taten. Aber auch das Essen konnten wir nicht genießen, da die Kinder uns von Anfang an zeigten, dass sie keinen Bock auf das Weingut und das „blöde Essen“ hier haben.

Etwas gereizt, aber gut gestärkt machten wir uns auf den restlichen Weg Richtung Witsand. Witsand wird auch die „The Nursey of the whales“ genannt, was in großen Lettern am Ortseingang steht, da hier und in Hermanus zwischen Juli und Oktober die meisten Wale zu beobachten sind. Die Wale kommen jedes Jahr hier in die wärmeren Gewässer rund um Südafrika um Ihre Jungen auf die Weilt zu bringen und verweilen dann solange, bis die Wal-Babys strak genug sind, für den Rückweg in die kalten Polarmeere.

Version 2

Unsere Gastegeberin und Eigentümerin des gemütlichen Fischerhäuschens ( fast direkt am Strand, etwa 100m zu Fuß ), erklärte uns das hier zeitweise hunderte von Walen in der Bucht seien, doch die Saison sich dem Ende zuneigt und man momentan nur noch einzelne sehen könnte.

P1020874.jpg

Daher machten wir uns sofort auf Richtung Strand und es bedurfte keiner langen Suche und keine hundert Meter vor uns schnaubten die „Southern Right Whales“ ( wie wir später recherchierten / zu dt. Südkaper ) Wasserfontänen in die Luft und schlugen mit Ihren Schwanzflossen auf die tosenden Wellen oder sprangen gar mit fast dem ganzen Körper in die Luft.

Version 2

Ein wahnsinniges Naturschauspiel und für uns vier ein prägender Moment, so nah vor seinem eigenen Auge Wale zu sehen und das auch noch so nah von der Küste aus. Leider haben wir hier nur sehr schlechte Aufnahmen oder nur winzige Umrisse der Wale auf einem Foto festhalten können, da es einfach immer viel zu schnell ging. Du blickst über die Wasseroberfläche und schwups aus dem Nichts rauscht eine Monsterflosse aus dem Wasser und verschwindet genauso schnell wieder.

P1020610

Auf dem Rückweg sprach Steffi und mich eine alte Dame an, wo wir den herkämen und verwickelte uns unmittelbar, auf sehr sympathische Weise, in eine intensive Unterhaltung. Mit dem Ende: „ok, you can come at five o Clock… what do you Drink, white or redwine… ok See you!“

Somit hatten wir unsere erste Bekanntschaft in Witsand gemacht, mit sofortiger abendlicher Verabredung. Etwas unsicher machten wir uns dann am Abend auf zum Haus der Dame und klopften vorsichtig an Ihrer Balkontür ( mit fantastischem Ausblick auf den Strand ). Die namenlose Dame, leider habe ich überhaupt nicht nach Ihrem Namen gefragt oder Sie hat Ihn mir genannt und ich habe es vergessen, war auf jeden Fall überhaupt nicht überrascht, dass wir Ihrer Einladung gefolgt sind und bat uns herein. Die Kinder bekamen einen Saft und Kuchen und anschließend bekamen wir alle eine persönliche Hausführung. Bei einem Glas Wein erzählte sie uns, dass das Haus einem Ihre Söhne gehört und sie Ihr öfter ein paar Wochen verbringt und eigentlich in Somerset West wohne und Ihr Sohn einer der Kellermeister von „Spier“ sei, eines der größten Weingüter Südafrikas. Später bat Sie mich noch darum, Ihr neues Auto in die hauseigene Garage zu fahren, da sie mit diesen neu modernen Gefährt etwas unsicher wäre und die Garage doch so schmal sei.

Version 2

Danach machten wir uns gut gelaunt auf Richtung Strand, sagten den Walen nochmal „Gute Nacht“ und schliefen ein letztes Mal in unserem Fischerhäuschen, bevor es am nächsten Tag nach Montagu ging.

Version 2

Von Ruiterbos nach Oudtshoorn

Nach vier Tagen bei Christine auf der „Outeniqua Moon Percheron Stud Farm“ fuhren wir, zum zweiten Mal, den beeindruckenden Bergpass Richtung Oudtshoorn. Diesmal hatten wir mit dem Wetter etwas mehr Glück und eine weites, eindrucksvolles Panorama eröffnete sich uns, nach jeder Serpentine…

Version 2

Die Landschaft erinnert irgendwie an die grüne Hüggellandschaft der schottischen Highlands und sobald man den Bergpass hinunterfährt, weite afrikanische Steppenlandschaft mit malerischen Gebirgszügen am Horizont… in Sachen unterschiedliche, beziehungsweise dauernd wechselnde Landschaften hat Südafrika wirklich enorm viel zu bieten.

P1020359

Die Kinder interessiert dies mal wieder so gar nicht, während der Autofahrten sind sie meist komplett in Ihren Hörspielen versunken und wir versuchen Sie immer wieder anzusprechen: „Hey Kids, schaut mal raus, wie toll!“… von hintern kommt dann nur „Ja, ja, sind doch nur Berge und so Zeugs…“. 

Bevor wir unsere Unterkunft in Oudtshoorn ansteuerten, machten wir einen kleinen Abstecher zur „Ostrich Strauß Safari“, hier sei erwähnt, dass auf dem Weg nach Oudsthoorn, sich eine Straußenfarm an die nächste reiht und man Vogelsträuße sieht, soweit das Auge reicht. Irgendwie eine lustige Tierart, wie sie etwas verwirrt immer Richtung Straße rennen, um dann am Zaun kehrt zu machen. 

Version 2

Die Straußen-Farm und die dazugehörige Führung war etwas lahm und nicht wirklich spannend, das einzige Highlight war für die Kids die übergroßen und extrem robusten Straußeneier, sowie die Fütterung, bei der Zoe auch von einem Strauß gebissen wurde.

Version 2

Da die Straußen total unkontrolliert nach allem schnappten, was man Ihnen vor den Schnabel hielt. Dies widerlegte auch der Schaukasten im Straußen-Museum mit „Items found in the stomach of ostriches“… Coladosen, Schraubenzieher, Golfbälle, Socken, um nur einige zu nennen.

Version 2

Version 2 (3).jpg

Unsere Wohnung für die nächsten zwei Nächte, war eine umgebaute Garage in einem sehr ruhigen ( wobei eigentlich die ganze Stadt recht ruhig ist ) Teil von Oudtshoorn. Unsere Gastgeber ein älteres Ehepaar, sie eine pensionierte Lehrerin und sehr ambitioniert, was Ihre Nebentätigkeit Airbnb angeht, er ein sehr redseliger Südafrika, mit gebrochenem Englisch, der Morgens gerne minutenlange Monologe mit seinen Hunden führt, was ich durch die Schlitze der Jalousien beobachten konnte. Was hier mal wieder auffiel, dass viele ältere Südafrikaner, nicht alle aber viele, nur bedingt gutes Englisch sprechen, obwohl es die zweite Amtssprache hier ist. Die meisten sprechen „nur“ Afrikaans, das hört man vor allem an der englischen Aussprache, in etwa so wie ein Holländer der Englisch spricht…

Die Wohnung war recht klein, aber daraus haben sie eine schnuckelige kleine Einliegerwohnung gemacht, wobei das zweite Schlafzimmer auch gleich die Küche und Wohnzimmer war und der vermeintliche Wandschrank, die Toilette und Dusche.

Wenn wir schon einmal in der Welthaupstadt der Strauße waren, mussten wir natürlich auch nochmals das wirklich leckere Straußenfleisch zubereiten. Hier muss aber gesagt sein, dass tatsächlich nur das Filet überzeugte. Nach unserer Straußenfleisch-Degustation waren aber auch die Mädels große Fans der Straußenfilets.

P1020636

P1010821

Am nächsten Tag besuchten wir die „Cango Wildlife Ranch“, hier konnten wir alle möglichen Giftschlangen, Geparden, Tiger, weiße Löwen und Leoparden beobachten.

Es gab sogar eine knuddeliges Leoparden-Baby, wobei kurz darauf ein ausgewachsener Leopard blitzartig an den Zaun sprang, als ein kleines Mädchen neben mir zu nah am Gehege stand, da war uns schnell klar, dass diese Tiere wahrscheinlich nur kurz putzig sind.

Version 2

Trotzdem war die Tour hier sehr interessant, auch weil die Gehege recht groß waren und die Tiere sich hier bedeutend anders verhielten, als beispielsweise die beinah apathisch wirkenden Raubkatzen im Berliner Zoo. Wer hier Zufällig mal in der Nähe ist, man kann hier auch mit den riesigen Krokodilen tauchen, zur Sicherheit aber mit Käfig…

 

Version 2 (6).jpg

 

 

Von Plettenberg Bay nach Ruiterbos in den Outeniqua Mountains

An unserem Abreisetag von der Angel Rest Farm waren wir alle ein bisschen wehmütig. Wir hatten uns hier so wohl gefühlt und es waren die ersten Tage an denen wir das Gefühl hatten unser Reisealltag spielt sich so langsam ein. Vor allem Zoe und Lilith waren sehr traurig , dass sie sich von den Pferden verabschieden mussten. Es tat Ihnen richtig gut so engen Kontakt mit Ihnen zu haben, dadurch waren sie das erste Mal seit langem geerdet.

q2fDOhnlRSKBK6bnfKXFbw_thumb_761d

Dementsprechend war auch die Stimmung bei der Fahrt… Ein bisschen konnten wir die beiden aufheitern, als wir Ihnen erzählten unsere nächste Unterkunft sei eine Pferdefarm und einige Hörspiel-Folgen von Bibi&Tina auflegten.

In Mossel Bay machten wir im „Kaai 4 Braai Restaurant“ eine Mittagspause. Die Location befindet sich direkt im Hafen von Mossel Bay und verströmt einen Flair von Piraten-Strandbar-Mix. Die Speisen werden am offenen Feuer gegart und auf Blechtellern serviert und es gab sogar noch eine kleinen Besuch von zwei Robben im angrenzenden Hafenbecken. Leider hing der Familiensegen etwas schief, so dass wir das tolle Ambiente nicht so richtig geniessen konnten und wir danach mal wieder beschlossen: „wir gehen nie mehr mit den Kindern irgendwo essen !!!!!“

BzQh0VLXQ6mnPjL1RJwsfg_thumb_750f

Als wir dann auf der „Outeniqua Moon Percheron Stud Farm“ ankamen, hatten sich die Gemüter wieder etwas beruhigt. Wir bezogen unser Cottage, was nach der letzten Unterkunft wie ein kleines „Puppenhaus“ wirkte.

Version 2

Insgesamt unterscheidet sich die Farm sehr zur Letzten. Die Mädels sind hier aber relativ schnell gut angekommen, dass lag sicherlich an dem farmeigenen Spielplatz, sowie den drei Hunden ( 2 riesige, aber liebevolle Doggen Harry Potter und Orlando, sowie dem kleinen Cocker-Spaniel Mr. Crumb ) und den zwei Katzen. 

Version 2

Landschaftlich ist die Farm umgeben von den Outeniqua Mountains – ein Wahnsinns Panorama.

Version 2

Die Inhaberin, Gründerin, Housekeeping-Chefin, Buchhalterin, Empfangsdame und Chefköchin der Farm… Christine, ist eine spezielle, unterhaltsame und lustige ältere Dame. Mit verzottelten Haaren, einem von Hunde- und Pferdehaaren übersäten Poncho-ähnlichen Tuch um die Schultern wurden wir sehr lautstark von Ihr empfangen. Was sofort auffiel, ist Ihre unendliche, bedingungslose Liebe zu Ihren Pferden. Quasi in Dauerschleife hört man aus Ihrem Mund, mit einer quiekenden Stimme, als würde Sie mit einem Neugeborenen sprechen: „Oh, oh, oh my sweet, lovely darling… you are such a good horse… oh, oh you so gentle… Sweeeetheeeaart, come to mummy…“, während sie unentwegt die Pferde am Hals tätschelt, streichelt und Küsse auf die riesigen Mäuler verteilt. 

Version 2

Hierzu sei gesagt, es handelt sich bei Ihren Pferden, um Pferde der sehr selten gewordenen Rasse  Percheron, deren Rücken bis zu 1,80m hoch werden und ein Gewicht von durchschnittlich einer Tonne auf die Wage bringen. Dementsprechend groß sind auch die Köpfe und Mäuler dieser „Pferde-Riesen“… angeblich ist einer Ihrer Hengste das größte Pferd Südafrikas, wie uns Christine stolz erklärte…

Version 2

Sehr amüsant war auch, dass Christine immer darauf bestand sich hinter das Pferd zu stellen und den massigen Hinterbau der Stuten zu beachten… „Come on look this great butt..“ Ich konnte später auch die drei separat gehaltenen Hengste bestaunen, mit Ihrem „very big *** „.

Im Laufe der Tage durfte ich auch auf einem der Hengste sitzen, was sich tatsächlich sehr majestätisch, aber auch etwas komisch anfühlte. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass bei mir die Pferdeliebe noch nicht so sehr ausgebrochen ist, wie bei Lilith und Zoe.

P1020124

Weshalb ich auch ihr Angebot zu einer kostenfreien „Pferde-Meditation“ ausschlug… Für die beiden Mädels waren die Tage bei Christine aber natürlich ein Fest, jeden Morgen durften sie, auch ohne uns, mit Ihr zu den Pferden. Auf Ihnen sitzen, während sie aßen und sogar, mit Hilfe ihres sehr liebevollen Chef-Arbeiters Kevin, auf den Pferden stehen.

P1020140

Außerdem kamen Zoe und Lilith immer sehr gerne Christines Aufforderung nach die Pferde zu umarmen und zu küssen… „Come on darling, kiss her, give her a hug…. Oh how sweet…“

Version 2

Die Unterkunft an sich, war etwas, sagen wir mal schmuddeliger, als in Plettenberg Bay. Das wäre grundsätzlich kein Problem gewesen. Aber leider waren fast alle Tage hier sehr regnerisch und vor allem kalt, was die Abende und Nächte nicht wirklich gemütlicher machte, da die mobilen Heizelemente maximal die Räume in einem Radius von zehn Zentimetern erwärmten. Wir fühlten uns einfach in dem Cottage nicht wirklich wohl. Aber ich glaube, wir waren mal wieder einfach etwas überfordert, mit den wirklich extremen klimatischen Unterschieden in Südafrika. Von sengender Hitze, zu bitterkalten Nächten oder diesig kühlen verregneten Nachmittagen. Für jemanden wie Christine, sind dies ganz normale Zustände, wie auch die Einsamkeit auf solch einer Farm mitten in den Bergen. Sie antwortete mir auf die Frage, ob es denn hier draußen auch gefährlich wäre, dass Sie ihre Tore und Türen nie abschließen würde und sie keine Angst hätte. Und sowieso nichts fürchten würde, sie sei in Simbabwe groß geworden, während des sehr blutigen „Busch-Krieges“ und musste schon als kleines Mädchen mehrfach aus Ihrem Elternhaus flüchten, da dieses mit Mörsergranaten beschossen wurde.

Version 2 (8).jpg

Christine hat sich auf die Haltung und Züchtung der Percheron-Pferde spezialisiert und betreibt seit 18 Jahren die Farm, mit Ihrem Mann, der aber alle sechs Wochen länger unterwegs ist, um neue Ölvorkommen zu suchen, so zumindest erklärte es mir Christine… Wir waren die ersten drei Tage die einzigen Gäste auf der Farm, daher konzentrierte sich Christine`s ambitionierte Gastfreundlichkeit komplett auf uns. Weshalb es täglich mehrere Momente gab, in denen Steffi, die Kinder und ich besprechen wollten, was wir heute noch unternehmen sollen… und urplötzlich Christine bei uns in der Küche oder auf der Terrasse stand und uns erklärte, wir könnten jetzt sofort dies oder das mit Ihr machen… oder in zehn Minuten, wenn es jetzt etwas zu spontan wäre. Da Steffi und ich nicht wirklich Personen sind, die anderen Leuten einfach sagen können: „Nö, haben wir jetzt irgendwie kein Bock…“, endete es meistens damit, dass wir uns fragend anschauten und Christine einhellig, wie zwei Schüler, antworteten: „Äh,… yes, why not.“ Somit waren unsere Tage meist schon recht durchgeplant, da Christine, bei Ihrer Lieblingsbeschäftigung „Gästeunterhaltung“, sehr ausdauernd ist und wie ein Geist plötzlich hinter Dir erscheint und eine neue Idee für den heutigen Tag hat. Angemerkt sei hier, dass die Ausflüge und Exkursionen mit Christine, am Ende immer sehr unterhaltsam und schön waren. So durften wir mit den Kindern eine halsbrecherische Kutschfahrt nach dem Frühstück mitmachen… *würg*… und einer Querfeldein-Fahrt, mit Christine`s Jeep über Ihre komplette Farm, beiwohnen.

Die Umgebung ist landschaftlich wirklich atemberaubend, was wir auch, bei einem der seltene Ausflüge allein, auf dem Weg über einen Pass Richtung Oudtshoorn bewundern durften. Wir besuchten hier die landesweit bekannten „Cango Caves“…. riesige, massive und sehr beeindruckende Tropfsteinhöhlen, etwas außerhalb des Stadtzentrum von Oudtshoorn. 

P1020187.jpg

Abgerundet wurde dieser Tagesausflug, im „Bistro Brülee“ mit einem, überraschend, sehr leckeren und saftigem „Ostrich-Burger“… was uns schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf unsere neue Dependance in Oudtshoorn, der Welthauptstadt der Strauße, gab.

Version 2

 

Vom Addo Elephant Park nach Plettenberg Bay

Mit tollen Erinnerungen im Gepäck und wieder gutgelaunt verließen wir den Addo Elephant Park auf der N2 Richtung Küste und Port Elizabeth. 

Die Stadt gilt als das Handels- und Verkehrszentrum des Ostkaps. Wir durchfuhren die äußeren Townships von Port Elizabeth und entlang der beeindruckenden „Panorama -Stadtautobahn“ mit Blick auf den Hafen und die riesigen einfahrenden Containerschiffe. 

P1010569

Auf dem Weg zu unserer neuen Unterkunft machten wir eine kleine Mittagspause in Jeffrey`s Bay. J Bay, wie der Ort auch im Volksmund genannt wird, gilt unter Surfern als einer der besten Hotspots weltweit. Weshalb das Stadtbild, zumindest in Strandnähe, auch übersät ist mit Surfschulen und Fabrik-Outlets mit allen bekannten Surf-Labels.

Etwas außerhalb des Ortes liegt ein nobles Villen-Viertel mit künstlich angelegten Wasserzugang für die Anwohner, um direkt von der Haustür aufs offene Meer zu schippern. Mit eigenem Security-Dienst, meterhohen Zäunen und einer bewachten Zufahrt für „Residents & Guests“…

Version 3

Und keine fünfzig Meter Luftlinie entfernt liegt wieder eine der unzähligen „Armenviertel“, mit den typischen „Shack-Hütten“, die überall rund um die größeren Orte das Stadtbild prägen. Wir waren wirklich schockiert, das selbst hier, im vermeintlich reicheren, touristischen Teil von Südafrika es immer noch so krass ist…

Version 3.jpg

Dieser unmittelbare Kontrast ist hier für alle Beteiligten ganz normal, für uns aber immer wieder hart anzusehen, wie groß die Schere in Südafrika auseinander klafft. 

Nach einem leckeren Mittagessen, mit fangfrischem Fisch im „Walskipper Restaurant“  ging es die N2 weiter Richtung Plettenberg Bay, auf die berühmte Garden Route und somit vom Ost ans Westkap. Die Region Ostkap und Westkap wird durch den Bloukrans River im Tsitsikamma National Park geografisch getrennt. Welcher von der gigantischen Bloukrans Bridge überspannt wird, welche einen traumhaften Blick gewährt und mit 216m Höhe, die höchste Brücke Afrikas ist.

P1010968

Hier gibt es auch die höchste Bungee-Anlage der Welt… ich hatte auch länger überlegt…, aber ohne Vorabreservierung, ging hier gar nichts… irgendwie dachte ich auch… Gott sei Dank 😉

Kurz vor Plettenberg Bay geht eine kleine Straße von der N2 ab, welche zu unserem Ziel dem „Bella Manga Country Escape“ führte. Eine kleine Farm mit hübsch eingerichteten Cottages und einem, für unser Empfinden etwas zu schick, angelegtem Garten mit Pool und angrenzenden Tiergehege. Hier verbrachten wir drei entspannte und ruhige Tage.

Version 2

Es fühlte sich wirklich gut an, wieder etwas mehr Raum zu haben, nach unserer doch recht engen Behausung im Addo Park.

Leider hatten wir an unserem Anreise-Tag etwas Pech mit dem Wetter, dafür eröffnete sich am zweiten Tag ein unglaubliches Panorama, als wir Richtung Plettenberg Bay fuhren. Und den tollen Blick über den Strand und die komplette Bucht von Plett`Bay genossen.

Version 2

Plettenberg Bay selbst wirkt recht touristisch und ist nicht umsonst der beliebtestes Badeort auf der Garden Route. Ein fast tägliche Routine wurde das Pony-Reiten von Zoe und Lilith, auf einer niedlichen kleinen Horse Farm in der Nähe unserer Unterkunft.

P1010766

Steffi und ich durften immer an einem kleinen romantischen Bach, mit dem „Haus-Schaf“ auf die Kids warten…

P1010840

An unserem dritten Tag machten wir einen kleinen Tagesausflug auf die felsige Halbinsel Robberg im gleichnamigen Robberg Nature Reserve. Es gibt verschiedene Rundwanderungen um die Felsen herum, die postkartentaugliche Blicke auf die Bucht und den Indischen Ozean gewähren.

Version 2

Wir entschieden uns für die schwerere Route, mit einigen kniffligen Passagen… da Lilith an diesem Tag aber etwas schwach auf den Beinen war, kehrten wir nach der Hälfte wieder zurück…Robben und Wale haben wir diesmal leider nicht gesehen.

Version 2

Dafür ließen wir den Abend dann mit einer leckeren Gelbschwanzmakrele, erworben im gleichnamigen Robberg`s Fish Store, kulinarisch ausklingen.

Version 2

Unsere zweite Unterkunft lag nur circa 15 Autominuten entfernt, etwas außerhalb des Dorfes Harkerville… die Angels Rest Farm. Das idyllische Anwesen der gebürtigen Londonerin Liz und Ihrem Mann Hannes bestand „nur“ aus  Ihrem Haupthaus und dem sehr geräumigen „Merlin´s Cottage“, welches die beiden vermieteten. Hier beeindruckte die wundervolle Kulisse mit Blick auf die weite Grünfläche der Farm mit den elf „Wildpferden“. Welche sich komplett frei auf der Farm bewegen dürfen und auch nicht vor der Küche unserer Hütte halt machten.

P1010939

Empfangen wurden wir von Hannes mit einem Korb mit frischen Eiern der farmeigenen Hühnern und Kräutern aus seinem üppigen Gemüsegarten. Wir besuchten noch den wöchentlichen Markt in Harkerville, der vor allem kulinarisch beeindruckte und genossen den, von Hannes empfohlenen, Spaziergang, durch den angrenzenden Wald… von ihm therapeutisch „Forest Bathing“ genannt.

P1020009

Für Zoe und Lilith war es das Paradies, sie genossen es extrem jeden Morgen mit den Pferden auf unserer Terrasse aufzuwachen. Und konnten am Ende unseres Aufenthalts auch alle Namen der elf Wildpferde auswendig.

P1010964

An unserem letzten Tag hatten wir noch eine schönen Tag am Stadtstrand von Plettenberg Bay, der Indische Ozean war zwar s**kalt, aber die ungefähr fünfzig Meter entfernt, aus dem Wasser springenden, Delphine überzeugten uns doch in die tosenden Wellen zu stürzen. Leider gingen danach unsere Tage in Plett`Bay und Umgebung zu Ende und es hieß weiterziehen…

P1010792