Lima – „Die Stadt der König“ – Peru`s Hauptstadt

Lima

Nach einem herzlichen und emotionalen Abschied von Mery, Carlos und Aurelio stiegen wir etwas traurig, aber vor allem auch dankbar für die schöne Zeit hier, in den doppelstöckigen Bus von Cruz del Sur. Trotz der zehn Stunden war die Fahrt von Trujillo nach Lima mal wieder recht entspannt und angenehm. Wir erreichten die Stadtgrenze auch planmäßig, doch die zu diesem Zeitpunkt herrschende Rush-Hour in und rund um Lima bescherte uns zwei weitere Stunden im Bus, bis wir den Busbahnhof tatsächlich erreichten.

Wenn man durch Peru reist, kommt man an Lima nicht vorbei oder zwangsläufig immer wieder dorthin. Lima ist eines der Drehkreuze für Reisen durch Südamerika. So richtig bereit für eine weitere Weltmetrople waren wir eigentlich noch nicht. Aber die beeindruckende Steilküste an der Costa Verde, das entspannte Hippie-Viertel Barranco und vor allem das superleckere Essen überall machen es einem doch recht einfach sich hier schnell wohl zu fühlen.

P1110497.jpgDie Hauptstadt Perus ist mit über acht Millionen Einwohnern ( mit Callao leben im gesamten Ballungsgebiet über 10,5 Millionen Menschen ) das bedeutendste Wirtschafts- aber auch Kulturzentrum des ganzen Landes. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Einwohnerzahl extrem angestiegen. Wobei fast zwei Drittel der Bevölkerung in den Armenvierteln rund um die Stadt an den Hängen wohnt. 

P1110749.jpgMiraflores

Vom Busbahnhof aus ging es weiter mit dem Taxi ins Casa de Baraybar, ein kleines nettes Hotel, mit geräumigen Zimmern in einer ruhigen Gegend von Miraflores. Für uns ein perfekter Ort gewesen, um nach einer langen Busfahrt erstmal anzukommen. Steffi und Lilith testeten gleich mal die Betten und schliefen sofort ein. Zoe und ich erkundeten derweil die Gegend und genossen noch ein leckeres Abendessen um die Ecke.

Miraflores ist einer von über vierzig Stadtbezirken in Lima und git als einer der reichsten Teile der Stadt. Außerdem ist er das moderne Pardon zu dem historischen Stadtzentrum, malerisch gelegen an der Pazifikküste.

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P1110492Parque del Amor

Sehr schön ist hier der toll angelegte Park „Parque del Amor“ entlang der beeindruckenden Steilküste. Mit vielen Spielplätzen für die Kinder und immer mit einem fantastischen Postkarten-Panorama. Spielplätze gibt es an der Promenade tatsächlich mehr als Sand an den schmalen Küstenstreifen… natürlich testeten Zoe und Lilith jeden einzelnen. Die vielen Fahrradwege laden geradewegs dazu ein, sich ein Rad auszuleihen. Wir erkundeten auch an einem Nachmittag so die komplette Küstenpromenade. Die Mädels waren hellauf begeistert, endlich mal wieder Fahrrad zu fahren. Wer nicht Rad fahren möchte, kann sich auch einen der vielen E-Scooter ausleihen, die überall in Miraflores zu finden sind.

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P1110679Parque Kennedy

Das inoffizielle Zentrum und einer der beliebtesten Plätze in Miraflores ist der „Parque Kennedy“. Rundherum gibt es viele Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. 

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Nicht zu übersehen sind die unzähligen Katzen, die den Platz quasi besiedeln und hier zu Hause sind. Sie bestimmen das Bild des Parque Kennedy und dafür ist der Park unter anderem auch bekannt geworden.

Zoe und Lilith waren hier nicht weg zu bekommen…. am liebsten hätten sie alle Katzen gerne mitgenommen.

Restaurant Punto Azul

Wir mussten zwar etwas anstehen, aber super lecker gegessen haben wir im „Punto Azul“… die vielleicht beste Cevicheria in Lima. Sehr modern, aber gemütlich maritim eingerichtet, um mit einem Pico Sour auch noch gerne länger hier zu verweilen. Für die Kids gibt es zum Warten auch eine große Auswahl an Buntstiften und Ausmalbildern. Hier haben wir auch zum ersten Mal die bekannten peruanischen Nachspeisen, wie „Mazamorra morada“ und „Tres leches“ probiert. 

punto-azul-restaurant-in-lima-peru.jpgBarranco

Einen schönen Tag verbrachten wir noch im Künstler- und Szeneviertel Barranco, südlich von Miraflores. Um in unserer kurzen Zeit in Lima und mit unseren kulturfaulen Kindern, zumindest noch ein bisschen von der Stadt zu entdecken.

Hier findet man viele Galerien, kleine urige Kneipen, schöne Cafés und hat den vielleicht besten Blick über die Steilküste. PER LIM Hotel B Barranco Deadlo exterior sEin schöner Ort zum Stöbern und Verweilen ist das Dédalo, dort gibt es tolle handgemachte Souvenirs und im Innenhof ist ein gemütliches Cafe. Wem Miraflores etwas zu schick und spießig ist, ist in Barranco gut aufgehoben… sozusagen eher das Kreuzberg von Lima…

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P1110695Nach einem längeren Streifzug durchs Viertel, dem Besuch eines kleinen Hinterhof-Flohmarktes und dem schlendern durch die vielen kleinen Shops in den Straßen Barrancos… besuchten wir noch das beliebteste Restaurant des ganzen Stadtbezirks.

Restaurant Canta Rana

Fantastisches Ceviche und Meeresfrüchte in urigem Ambiente, umgeben von Einheimischen bekommt man im Restaurant Canta Rana. Hier saßen wir an einem kleinen Holztisch umgeben von Fahnen verschiedenster südamerikanischer Fußballclubs und es herrschte ein trubeliges Durcheinander. Mit etwas unruhigen und lauten Kindern am Tisch, fällt man hier nicht auf. Zur Mittagspause kehren hier viele Einheimische ein und unterhalten sich lautstark über Gott und die Welt. Auch hier muss man eventuell draußen anstehen, wenn man zu spät dran ist. 

IMG_6897.jpgNach vier aufregenden Tagen in der Metropole Lima waren wir aber auch wieder bereit für etwas mehr Ruhe. Durch das Großstadtflair ist man zwar wie berauscht, es belebt einen und man wird unternehmungslustig… ( immer dann haben wir auch etwas Heimweh nach Berlin ) Doch gleichzeitig sind die Tage auch oft anstrengend und man fällt Abends platt und ausgebrannt ins Bett. Vor allem die Mädels liegen wie nach einem Marathon Abends im Hotel Bett und studieren das peruanische TV im Hotelzimmer.

P1110596.jpgUnsere Reise führte uns wieder raus aus dem Ballungsraum Lima, die Panamericana entlang Richtung Süden. In die Wüstenstadt Ica…

Peru… Familienzeit in Trujillo

Buenos Aires, Argentinien, 5.20 Uhr

Etwas verschlafen, aber beschwingt und gut gelaunt machten wir uns mal wieder sehr früh auf den Weg zum Flughafen. Die Bar auf der anderen Seite scheuchte gerade die letzten Gäste raus. Warum müssen die Flugzeuge denn immer so früh am Morgen abheben? Unser Ziel war Peru, genauer gesagt die Hauptstadt Lima, mit einem kleinen Zwischenstopp in Santiago de Chile. Der Flug war wie die letzten davor ziemlich entspannt und ruhig.

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Nachdem wir unser Gepäck beisammen hatten und zwischen den unzähligen wartenden Menschen am „Internationalen Flughafen Jorge Chavez“ unseren Fahrer ausgemacht hatten, ging es mit dem Taxi ins Aqua Hotel in San Luis, in der Nähe des Stadtzentrums. Die Fahrt dorthin führt durch das Hafenviertel Callao, einige Industriegebiete und das Viertel La Victoria. Alles sehr dicht besiedelte Bezirke, die eher zum unsicheren Teil von Lima gehören. Der Himmel war, wie fast immer hier, wolkenbedeckt und zusätzlich war bei unserer Ankunft, wie sich später herausstellte, ein Großbrand in einer Textilfabrik, weshalb eine riesige Rauchwolke über uns hing. Alles in allem eine ziemlich schräge Szenerie bei unserer Ankunft.

Die erste Konversation an der Rezeption im Hotel zeigte mir knallhart, auf welchem Sprachniveau ich mit meinem Spanisch wirklich bin. Da hatte ich mich von meiner „Spanisch Babel App“ wohl etwas blenden lassen… schließlich sagte die App mir immer zu: „Super, Max, toll gemacht!“… „Klasse, weiter so!“… ganz so gut war es dann doch nicht 🙂

Naja irgendwie konnten wir der Dame am Schalter dann gemeinsam klar machen, dass wir noch unsere Bustickets für die morgige Fahrt in ausgedruckter Form benötigen.

Ohne große Erwartungshaltung gingen wir noch in ein nahe gelegenes Restaurant, in dem wir unser erstes super leckeres Ceviche auf peruanischem Boden aßen. Der Anfang von vielen tollen kulinarischen Erlebnissen, die unsere ganze Peru-Reise begleiten sollten.

Am nächsten Morgen ging es mit dem Busunternehmen Cruz del Sur ins circa zehn Stunden entfernte Trujillo im Norden Perus. Hier müssen wir gleich mal ein Loblied auf die Fernbus-Unternehmen in Peru einstimmen. Diese ganze mickrige Buskultur, rund um Flixbus und wie sie alle heißen in Deutschland, sollte mal hier ein Praktikum machen. Die Busse sind super gut ausgestattet mit tollen Sitzen a la „Business Class Lufthansa“. Es gibt für jeden Sitz Multimedia-Entertainment, Kopfkissen, eine Decke und vor allem viel Beinfreiheit. Außerdem gibt es mehr oder weniger annehmbares Essen und Getränke. Auch ist die Abwicklung ( Einchecken & Gepäck, etc. ) mehr als angenehm und das Personal super freundlich. Alles in allem als Transportmittel Nummer eins in Peru wärmstens zu empfehlen.

Während der Fahrt fiel uns auf, wie wenig wir uns eigentlich auf Peru vorbereitet hatten. Das fast die komplette Strecke durch eine Wüstenlandschaft führt, war uns gar nicht bewusst. Auch die für „unser deutsches Empfinden“ unverputzten Rohbauten… so zumindest wirken die meisten Häuser, waren auch ein uns nicht bekanntes und neues Bild. Wobei sich dieser Baustil bis nach La Paz in Bolivien durchziehen sollte.

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Als wir Abends endlich in Trujillo ankamen, wurden wir von meinem Bruder schon am Busbahnhof erwartet.

Denn außer das wir auch unbedingt den Norden Perus kennenlernen wollten… waren wir hier für die große Hochzeitsfeier von… wie Zoe und Lilith dann immer im Duett riefen: „Tante Ana und Onkel Fred!!!“

Die Kolonialstadt Trujillo ist die wichtigste Stadt nördlich von Lima und gilt als Kulturhauptstadt Perus. Das Bild der Innenstadt und rund um den Plaza de Armas ist geprägt von der spanischen Kolonialzeit, mit den typischen Holzbalkonen und den tollen Innenhöfen. Die wichtigen archäologischen Fundstätten ( Chan Chan und Moche Huaca del Sol y la Luna ) rund um die Stadt sind ein beliebtes Ausflugsziel. Durch die Nähe zum Pazifik herrscht hier immer ein angenehmes frühlingshaftes Klima.

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Das Wiedersehen mit Oma, Opa und der ganzen Familie von Ana war für uns alle nach sieben Monaten auf Reisen ein wirklich toller und schöner Moment. Vor allem die Kids fieberten schon seit Wochen auf diesen Tag hin.

Ana`s Eltern, Mery und Carlos, hießen uns alle in ihrem Haus willkommen und wir fühlten uns auch sofort wie zu Hause, weshalb wir hier auch für fast drei Wochen blieben :-)… sie gaben sich wirklich alle Mühe, das es uns und den Mädels gut geht.

Sogar ein kleine Ostereier-Suche wurde am Ostersonntag für Zoe und Lilith organisiert, obwohl dieser europäische Brauch hier ziemlich unbekannt ist.

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Tags darauf besuchten wir die Hauptstadt des präkolumbischen Chimú-Reiches… Chan Chan, beziehungsweise das was noch davon übrig geblieben ist. Das große Areal mit den Lehmbauten, die teilweise noch sehr gut erhalten sind, wurden 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Doch vor allem die Witterung setzt den Ruinen immer mehr zu.

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Die folgenden Tage gab es noch ein gemeinschaftliches Grillen, die Hochzeitsprobe in der Kirche, Einkleidung der Braut und der Blumenmädchen ( unter anderem Zoe und Lilith ) und viele nette Abende auf der Dachterrasse mit Cusqueña Cerveza und Blick auf das abendliche Trujillo.

Das Taxi fahren in Trujillo und in Peru im allgemeinen ist hier ein ganz normales und für fast jeden ein erschwingliches Fortbewegungsmittel. Ich glaube wir sind nirgendwo während der Reise so viel Taxi gefahren, wie in Peru. Lustig ist vor allem, dass sich auch gerne mal fünf erwachsene Personen auf die Rückbank eines Taxis quetschen… hier aber ein ganz normaler Vorgang.

So fanden wir uns auch am Tag der Hochzeit auf dem Weg zu Kirche zu Viert, wohlgemerkt im feinen Zwirn, auf der Rückbank eines Taxis… Steffi, Aurelio ( Ana´s Bruder ), ich und mein Bruder, der Bräutigam. Das nenne ich mal stilecht zur eigenen Hochzeit fahren 🙂

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Ana wurde in Ihrem tollen Brautkleid natürlich etwas bequemer und angemessener chauffiert. Die Hochzeit war ein tolles und rauschendes Fest und ich glaube zumindest ziemlich klassisch peruanisch. Hier ins Detail zu gehen, würde den Rahmen des Blogs sprengen. Alle waren super drauf, gutes Essen, viel Bier und Pisco Sour und es wurde getanzt, getanzt und später auch noch getanzt. Dank der peruanischen Coca-Cola… der Inca Kola… hielten auch Zoe und Lilith bis fünf Uhr Morgens durch und fegten am Ende noch die Tanzfläche 🙂

Noch leicht verkatert mussten wir uns am folgenden Tag auch schon wieder verabschieden. Ana, Fred und meine Eltern folgen wieder zurück nach Deutschland. Zoe und Lilith waren natürlich furchtbar traurig, dass Oma und Opa nun schon wieder weg waren.

Und auch wir mussten uns erst wieder neu sortieren, da unsere Reiseplanung nur auf diese Tage in Trujillo ausgelegt war. So entschieden wir erstmal noch etwas hier zu bleiben und anschließend den Süden zu bereisen, um von dort weiter Richtung Bolivien zu fahren.

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In den nächsten Wochen richteten wir uns hier richtig heimisch ein. Die Kids stellten das Haus auf den Kopf und ich ging fast jeden Morgen auf den Markt und wechselte mich mit Mery beim Mittagessen kochen ab. Sie zauberte immer neue peruanische Klassiker und ich kochte für sie unbekannte und neue „europäische“ Gerichte. Mery machte die mit Abstand besten Papa a la Huancaína auf unserer gesamten Peru-Reise, ein Kartoffelgericht mit einer unheimlich leckeren Soße aus der Ají Amarillo Schote.

Auf dem wuseligen Markt in Trujillo war ich bald bekannt wie ein bunter Hund. Im Gegensatz zum touristischen Süden des Landes ist ein Gringo hier immer noch ein Exot im alltäglichen Stadtbild.

Weshalb es von vielen Marktständen schallte: „Hey gringo … acá … tengo algo para ti!“ Von Tag zu Tag wurde auch das spanisch immer besser, zumindest was den einfachen Markt-Smalltalk betrifft.

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Auch zu Viert stürzen wir uns oft ins Getümmel aus Bussen, hupenden Taxis, Triller-pfeifenden Polizisten und Gehwegen die komplett zugebaut mit Straßenständen waren.

An einem strahlenden Sonntag machten wir einen Tagestrip mit Aurelio ins Surfer- und Fischerdorf Huanchaco, mit der auf den an der Strandpromenade typischen „Caballitos de Totora“, kleine Schilffboote, mit denen schon seit Jahrtausenden auf dem Meer gefischt wird.Mittags aßen wir am Strand noch mal lecker Ceviche mit Choclo ( peruanischer Mais ) und Chicharrones de mariscos. Die Kinder liebten außerdem die aus lila-Mais hergestellte Limonade… Chicha morada.

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Natürlich besuchten wir auch noch die teilweise gut erhaltenen Tempel der Moche im sogenannten Moche-Tal etwas außerhalb von Trujillo. Die Mondpyramide „Huaca de la luna“ und die Sonnepyramide „Huaca del sol“. Es sind die größten Bauwerke des alten Südamerika. Die Sonnenpyramide ist zwar für Besucher geschlossen, doch alleine die Führung durch die Hauch de la luna war super interessant und spannend, auch für unsere beiden Kids.

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Danach ging es noch zum Essen in die bekannte Cevichería „Carajito Picante“ im Stadtteil Buenos Aires. Anschließend mit einem der vielen Busse zurück, die man einfach überall heran winken kann, da es hier so etwas wie Bushaltestellen nicht gibt.

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Nach unseren ersten drei Wochen Peru konnten wir fest halten….
Hier gibt es die leckersten Avocados der Welt…
Taxis, Mini-Busse und Autos werden hier richtig vollgestopft, bis niemand mehr reinpasst…
Es gibt unzählige super leckere tropische Früchte, von denen man bei uns noch nie gehört hat…
Überall wird super leckeres Essen angeboten…
Immer on top Canchita, gerösteter peruanischer Mais…
Das meiste wird spontan entschieden und nichts lange geplant…
… und Mate de Coca hilft gegen „fast“ alles !!!

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Buenos Aires

Tango, Rotwein, Fußball, riesige Steaks, Chimichurri, prächtige Alleen und historische Gebäude… nach vielen Monaten in Afrika, Asien, Australien und Neuseeland war Buenos Aires fast wie nach Hause kommen. Die argentinische Hauptstadt, in deren Metropolregion mehr als 13 Millionen Menschen wohnen ist durch und durch spanisch geprägt, weshalb wir uns sofort wie zu Hause fühlten. Wir waren sofort verliebt in Buenos Aires… das bunte Treiben an den tollen Plätzen bis spät in die Nacht und die lebensfrohe Art der Porteños, wie sich die Einwohner Buenos Aires selbst nennen, war genau unser Ding.

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Aber die Stadt nur auf seine spanische Kultur zu reduzieren, würde ihr nicht gerecht werden. Das südamerikanische Flair ist doch nochmal etwas anderes, als beispielsweise in Barcelona. Rund ein Drittel der gesamten Bevölkerung Argentiniens konzentriert sich auf dieses „kleine“ Fleckchen des weitestgehend menschenleeren Landes. Doch diese Konzentration macht die Stadt auch zu einer der aufregendsten der Welt. Buenos Aires gilt daher auch als eine der zehn lebenswertesten Städte weltweit. Doch diese Ballung ist gleichzeitig wohl auch Buenos Aires` größter Fluch. Weshalb die Einwohner und oft auch Touristen über „das Moloch Buenos Aires“ schimpfen. Wenn man mal wieder fast von einem Auto überfahren wurde, die tausendfach hupend durch die engen Straßen rasen oder in einen der unzähligen Hundehaufen getreten ist.

Doch wahrscheinlich dieser Kontrast aus Chaos, stinkendem Verkehr und eben wunderschönen stillen Gassen, tollen Hinterhöfen und die klagenden Tangomelodien machen die Faszination dieser Stadt aus.. 

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Im Jahr 2005 wurde Buenos Aires von der UNESCO als „Stadt des Designs“ ausgezeichnet. Durch die modernen Gebäude gepaart mit den alten Vierteln und ihrer fantastischen Architektur, sowie den historischen Avenidas zeigt sich die Stadt auch als solche.

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Der Weg nach Buenos Aires

Nach stundenlangem Warten auf dem Airport in Auckland und dem gefühlt sechsundneunzigsten 1-Minuten-Trailer über die „All Blacks“ ( das neuseeländische Rugby-Nationalteam) auf einer der vielen Fernsehbildschirme kam endlich das Zeichen zum Boarding. Der zwölfstündige Nachtflug war viel entspannter, als gedacht. Wir hatten jeweils zwei 2er Sitze ganz hinten im Flieger, weshalb man gefühlt etwas ruhiger und entspannter mit den Kids agieren konnte. Nach jeweils einem Film waren Zoe und Lilith so müde, dass sie sich ganz gechillt mit ihren „Air New Zealand-Schlafbrillen“ quer auf die Sitze legten und einschliefen… so konnten Steffi und ich auch etwas entspannen.

Etwas erschöpft, aber eigentlich ganz gut aufgestellt, landeten wir am späten Nachmittag in Buenos Aires. 4 Stunden früher als wir am Abend los geflogen sind. 16 Stunden Zeitverschiebung in die Vergangenheit. Kurios….

Dieser Jetlag sollte uns erst die nächsten Tage so richtig heimsuchen.

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Im Taxi waren wir erstmal etwas perplex… „sind das die Toten Hosen die da laufen?“… „Si, si… Duseldoff… Alemania!“… unser Taxifahrer war ein großer Fan und erzählte uns, dass es hier in Buenos Aires ein große Fangemeinde gibt.

Unser Apartment lag in San Telmo, ein altes Stadtviertel im Südosten von Buenos Aires. Ein perfekte Entscheidung von Steffi uns hier ein Unterkunft zu buchen. Denn das alternative Künstler-Viertel mit seinen prachtvollen Altbauten, den vielen Cafés, der tollen Markthalle und dem Plaza Dorrego, dem Herzen San Telmos, war der perfekte Ort für unseren ersten Aufenthalt in dieser Stadt.

Unser Wohnung im Casa San Telmo war eingerichtet mit antiken Möbeln, einer offenen Küche mit Tresen, einem kleinen Patio und Tango-inspirierten Bildern an der Wand… wenn dazu noch unsere Nachbarin wieder Geige spielte und wir mit einem Glas Rotwein auf dem Balkon standen, fühlten wir uns wie in einem argentinischen Film.

Apropos Nachbarn… das tolle am Reisen sind ja vor allem die Bekanntschaften mit all den unterschiedlichen Menschen. Über uns wohnte Ben aus Brooklyn, dessen Vater Chinese ist und seine Mutter Kubanerin, weshalb er auch fließend spanisch spricht. Er hatte sich aber hier „nur“ für zwei Monate eingemietet hatte, um Tango zu lernen. Er arbeitet als Architekt in New York City und sein Bruder ist ein sehr berühmter Wissenschaftler in den Staaten. Ich erzählte ihm, dass ich vor ungefähr zwanzig Jahren mal mit meinen Eltern in New York war.

Mit zwei kleinen Kindern ist städtisches Nachtleben eher nicht mehr Priorität Nummer eins, gerade wenn man auf Weltreise ist und kein Babysitter vor Ort ist.

Doch da unser Tagesrhythmus durch den Jetlag komplett auf den Kopf gestellt war… wir schliefen bis mittags und waren bis Nachts um vier Uhr wach… waren wir des öfteren mit den Kids auch bis spätabends in unserem Viertel unterwegs. So konnten wir beim berühmten sonntäglichen Tango-Abend am Plaza Dorrego zusehen. Dort treffen sich alle Tango-Begeisterte zum offenen und freien Tanz, mit vielen Zuschauern, die mit Ihrem Quilmes-Cerveza oder Glas Rotwein den Tango-Melodien lauschen. Und wir merkten mal wieder, dass der spanisch-mediterran angehauchte Lifestyle einfach unser Ding ist…

Am nächsten Morgen machten wir einen Ausflug ins wohl bekannteste Viertel Buenos Aires`… La Boca.

Das Arbeiterviertel im Osten der Stadt gilt als das ärmste, doch die bunten Wellblechhäuser rund um die enge Gasse Caminito zählen auch zu den bekanntesten Bildern der Stadt.

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An den alten Hafenanlagen gibt es viele Ausstellungen die an die Frühzeit des Einwandererviertels erinnern. Das wirkliche Leben spielt sich heutzutage aber außerhalb der Touristenstrecke rund um den Caminito ab.

Hier wird man von mit Speisekarten winkenden Herren förmlich in Restaurants reingezogen oder kann sich mit einem Diego Maradona-Double ablichten lassen. Von den Balkonen winkt Dir eine Pappmaschee-Evita zu und Straßenhändler buhlen um die Gunst der Touris. 

Und alles, wirklich alles ist hier in die Farben gelb und blau gehüllt… die Farben des bekanntesten argentinischen Fußballclubs : den Boca Juniors. Hier hat der Fußball noch einen komplett anderen Stellenwert, als beispielsweise bei uns. Der Superclassico zwischen Boca und River Plate ist das vielleicht emotionalste und heißestes Derby der Welt. Die Oberklasse ( River Plate ) gegen die Arbeiterklasse ( Boca Juniors ).

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An unserem letzten Tag besuchten wir noch den Stadtteil Palermo im Nordosten von Buenos Aires. Palermo ist unterteilt in die Stadtteile Hollywood und Soho und vergleicht sich hier auch ganz bewusst mit seinen großen Brüdern in Los Angeles und New York. Die New York Times gab  Palermo einst den Titel der „hippest hood“ und vieles erinnert hier auch an Berlin Mitte. Viele Cafés, kleine Restaurants, schicke Modeläden, Kunstgalerien und kleine grüne Parkflächen.

Nirgendwo in der Stadt sind die Straßen aber auch so ruhig, wie hier, durch das viele Kopfsteinpflaster müssen die Autos hier gezwungenermaßen langsamer fahren und so lebt man hier als Fußgänger auch bedeutend ungefährlicher. 

Abends gab es zum Abschluss nochmal leckere Empanadas auf dem Mercado San Telmo und ein letztes Glas Malbec, bevor es am nächsten Morgen weiter Richtung Santiago de Chile ging.

Buenos Aires war mit seinem europäischen Flair gepaart mit dem Durcheinander einer lateinamerikanischen Weltmetropole ein perfekter Einstieg in unser Abenteuer Südamerika.

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Vulkane an der Dessert Road, the Maori Village und Arbeiten in Maungakaramea

Die zweieinhalb Tage bei Alicja in Wellington waren für uns Vier, wie Urlaub von der Weltreise. Die Kinder genossen es, dass „endlich mal wieder jemand außerhalb der Familie deutsch spricht…“ und auch wir, vor allem Steffi, genossen die Vertrautheit, wieder mal live mit Freunden zu sprechen. Obwohl die Kinder Alicja zum ersten Mal gesehen haben, waren die Drei gleich ein Herz und eine Seele und außerdem genossen wir in dieser kurzen Zeit fast alle Zuckerseiten von Wellington.

Daher war die Stimmung am Tag der Abreise auch etwas gedrückt, zu allem Überfluss regnete es auch noch den Großteil der Fahrt. Wir hatten uns eine lange Strecke, knapp 450km, bis an den Lake Taupo vorgenommen. Hört sich nicht so viel an, bei neuseeländischen Straßen und unseren nicht so „fahrbegeisterten“ Kindern aber eine nicht zu unterschätzende Strecke.

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Auf dem Weg dorthin durchquerten wir auch die „Rangipo Desert“, die wüstenähnliche Gegend beherbergt auch die drei Vulkane… Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro, wobei zwei der Vulkane des Central Volcanic Plateau sich hinter Wollken versteckten.Wir sahen nur den Mount Ruapehu, der im dritten Teil der Herr der Ringe Trilogie als Schauplatz für das Land Mordor diente.

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Die Gegend wirkt sehr bizarr und rau und besitzt quasi keine Vegetation. Die neuseeländischen Streitkräfte nutzen die Wüste für ihre Gefechtsübungen, wie wir unweigerlich mitkriegten. Durch dieses sehr dünn besiedelte Gebiet führt nur eine Straße, der State Highway 1, hier auch Desert Road genannt.

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Über diesen Highway gelangten wir auch an unserem Campingplatz, idyllisch direkt am Lake Taupo gelegen. Leider ging es bei uns nicht ganz so idyllisch zu… ich weiß nicht mehr genau weshalb, aber genau hier gab es Morgens eine recht lautstarke Familien-Auseinandersetzung.

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Als wir uns wieder beruhigt und versöhnt hatten, besuchten wir das nur ein paar Kilometer entfernte Volcanic Activity Centre in Taupo. Nach den Erzählungen über die schweren Erdbeben in Christchurch, waren die Kinder ganz wissbegierig und wollten alles über die vulkanisch geprägte Nordinsel und die Subduktionszone wissen. Hier wurde auch recht kindergerecht beschrieben, was es mit der Pazifischen und Australischen Platte auf sich hat und weshalb es sich gerade hier um eine sehr aktive Zone handelt.

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Anschließend schauten wir uns noch die Huka Falls an. Die Stromschnellen beeindrucken mit strahlend blauen Wasser… bis zu 220.000 Liter pro Sekunde schiesst hier durch die Felsen und sammelt sich dann im Waikato River.

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Danach ging es weiter ins „Wai-O-Tapu Thermal Wonderland“, hier befindet sich das geothermisch aktivste Gebiet Neuseelands. Mit unzähligen Vulkankratern aus denen es raucht und teilweise Wasser und Schlamm sprudelt. Und der Hauptattraktion dem sogenannten „Champagner Pool“, der 65m tief ist und 75 Grad heißes Wasser enthält und durch die Anreicherung der verschiedenen Mineralien faszinierede Farben am Rand des Teiches erzeugt.

Das ganze Areal ist oft eingenebelt von dem Wasserdampf und überall riecht es, wie Zoe treffend sagte „nach faulen Eiern, igiiiittt…“. Doch trotz des Geruchs waren die Kids und wir auch beeindruckt von den Farben und surreal wirkenden Formationen. Ein surreal wirkendes Naturschauspiel.

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Mit unserem neuen Camper waren wir nun langsam recht vertraut. Und alle zu erledigenden Arbeiten, beim Ankommen oder Abfahren vom Campingplatz, liefen uns mehr oder weniger 😉 professionell von der Hand. Na gut beim Entleeren der Wohnmobil-Toilette klappte manchmal nicht alles perfekt, aber zumindest die Mädels hatten dann etwas zu lachen…

Diesmal übernachteten wir auf einem Campingplatz in Rotourua. Dass es sich hier immer noch um eine Region mit hoher geothermischer Aktivität handelt, merkt man sofort an dem bekannte „Schwefel-Geruch“, der über der ganzen Stadt liegt. Vor allem ist die Stadt aber für seine reiche Maori-Kultur bekannt. Weshalb wir hier auch das berühmte Maori-Village „Whakarewarewa“ besuchten. Hier dampfte und qualmte es überall, durch die im ganzen Dorf verteilten geothermischen Quellen.

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Die Maori nutzen diese für viele Alltagstätigkeiten. Beispielsweise fliesst warmes Wasser aus diesen Quellen in ihre „Outdoor-Badewannen“, weshalb man auch keine Seife benötigt, da das Wasser einen so hohen Mineralgehalt hat. 

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Ebenso nutzen sie warmen bis heißen Quellen um Gemüse darin zu garen. Die berühmten handgegrabenen Erdöfen, werden Hāngī genannt. Das Gemüse, der Fisch oder das Fleisch wird in Blätter eingewickelt. Dann wird ein Erdloch gegraben, dieses mit heißen Steinen gefüllt und darauf das eingewickelte Gemüse gegeben, anschließend mit nassen Tüchern bedeckt und wieder zu gegraben. Nach einem längeren Kochprozess hat man saftiges Fleisch und wirklich leckeres Gemüse, mit einem leicht rauchig, erdigen Geschmack… hier hauptsächlich Kumura… Süßkartoffeln.

Zum Abschluss durften wir bei einer Aufführung noch einigen typischen Maori-Liedern lauschen und natürlich den berühmten Maori-Tanz, den „Haka“ bestaunen. Trotz Regenwetter genossen wir alle diesen Tag sehr.

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Am nächsten Morgen ging es weiter nach Auckland, der größten Stadt Neuseeland, in der etwa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung lebt. Hier hieß es Abschied nehmen von unserem Motorhome und umsteigen in ein „Lustig, wie winzig ist das denn…“ ( o-Ton Lilith ) – Auto. Von der Campervan-Station am Auckland-Airport ging direkt weiter Richtung Norden nach Whangarei… beziehungsweise ins kleine Dorf Maungakaramea.

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Hier wartete mit Angela, Andrew und Ihren beiden Söhnen Alex und Jasper, eine weitere Familie auf uns, die uns im Rahmen eines „Work aways“ bei sich aufnehmen wollten. Die Vier waren vor etwas mehr als einem Jahr selbst von einer 16-monatigen Weltreise zurückgekehrt. Sie hatten vor Ihre Reise auch alles aufgelöst und ihr Haus in Auckland verkauft. Bei Ihrer Rückkehr haben sie sich hier draußen 25 Hektar Land mit einem renovierungsbedürftigen altem Farmer-Haus gekauft. Deshalb benötigten Sie auch Hilfe bei allem was so anfällt auf einer großen Farm. 

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Als wir, nach einer endlos wirkenden Landstraße, an unserem Ziel ankamen, wurden wir herzlich von der ganzen Familie einschliesslich Suki, dem einjährigen, wilden, süssem Hund, empfangen. Sie hatten ein leckeres Abendessen gekocht und bei einem kalten Bier erzählte jeder erstmal seine Geschichte. Da wir an einem Freitag ankamen, eröffnete uns Angela anschließend, dass am Wochenende nicht gearbeitet wird und wir Morgen zusammen einen Ausflug machen würden. Fing also schonmal sehr entspannt an, unser Aufenthalt in Maungakaramea.

Zoe und Lilith wurden während den nächsten zehn Tagen nie so richtig warm mit Alex und Jasper, was sicher auch an dem Altersunterschied lag. Außerdem waren die ganzen „Jungs-Sachen“ irgendwie auch nicht so cool für sie. Wobei man mit der X-Box von den beiden einen gemeinsamen Nenner fand. Eigentlich wollten die Mädels die selben „coolen“ Spiele, wie die Jungs zocken. Doch Angela beauftragte Alex damit, für Zoe und Lilith ein passendes „Mädchen Spiel“ auszusuchen, was eigentlich nur lieb gemeint war. Und so saß zumindest Zoe dann mit zusammengekniffenen Lippen vor dem Fernseher und musste versuchten mit einem bunten Einhornpony hüpfende Buchstaben einzusammeln… Das allergrößte Highlight war aber mit Abstand Suki, der Hund von Angela und Andrew. Die Mädchen waren zwar am Anfang mit seiner jugendlichen wilden Art etwas überfordert, aber mit der Zeit waren sie richtig verliebt in Suki.

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Daher waren die beiden auch die meiste Zeit mit „Ihrem Kumpel“ draußen unterwegs. Jetzt ist auch klar, dass wir auf jeden Fall mal einen Hund haben werden. Außerdem gab es noch drei sehr scheue Alpakas, fünf gackernde Hühner und eine gechillte Katze.

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Und so merkten wir mal wieder, wenn die Kinder happy sind, dann geht es der ganzen Familie gut. Wir hatten zwar recht viel zu tun, aber die Tage hier draußen waren für uns ein wirkliches zur Ruhe kommen und Balsam für die Familienseele.

Wir jäteten Unkraut und pflanzten neuen Rasen, strichen den langen Zaun rund um das Alpaka-Gelände, schlugen den alten Ofen im Wohnzimmer frei und strichen das neue Zimmer im Obergeschoss, sowie die Hausfassade. Zusätzlich kochte ich Abends noch für alle, sprich wir hatten ordentlich zu tun, aber trotz allem fühlten wir uns hier pudelwohl. Nachmittags machten wir gemeinsam mit den Kids Spaziergänge über die Felder und Wälder, die alle noch (!) zu dem Grundstück gehörten. Wir bauten eine Holzhütte im Wald, mit den abgeschlagenen Holzlatten aus dem Dachstuhl.

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Außerdem machten wir mit Angela, Andrew und ihren Kids einen Ausflug nach Wangharei, an den 20km entfernten Ruakaka Beach und genossen am vorletzten Abend noch den Sonnenuntergang von einem kleinen Hügel aus. Angela erzählte uns, dass sie oft ihr am Wochenende gemeinsam mit einem Glas Wein sitzen… Ach, irgendwie so ein Stück Land, mit einem Haus… auch idyllisch. Das gute an unsere Reise und den vielen verschiedenen Orten, ob Großstadt, Strand oder Berglandschaft, ist, dass wir ständig andere Orte toll finden und immer neue Pläne schmieden 😉 Nur die Temperatur war uns hier etwas zu kühl, also zumindest den Großteil des Jahres sollte es warm sein… soviel ist sicher.

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen. Die Kinder verabschiedeten sich herzzerreißend von Suki und wir fuhren gegen Mittag dann winkend vom Hof… doch wir schafften es nur knapp hundert Meter… die Mädels wollten nochmal zu den Alpakas und ich schaltete kurz den Motor aus… leider sprang er dann nicht mehr an… Batterie leer… Andrew half uns dann kurzerhand aus und wir verabschiedeten uns ein zweites Mal. Nachdem wir das Auto abgegeben hatten, mussten wir noch einige Stunden am Flughafen ausharren, bis unser Nachtflug Richtung Buenos Aires abhob.

Die Mädels machten sich auf der Flughafen -Toilette aber schonmal „Nacht-startklar“, mit ihren neuen Schlafanzügen…

Danke Neuseeland für die vier, sehr kurzen, aber auch inspirierenden und ereignisreichen Wochen. IMG_6511

Die beiden Inseln bieten spektakuläre Landschaften entlang der vielen Panorama-Straßen und überall wird man mit einem freundliche „Kia Ora“ empfangen. Gerade die vielen Begegnungen  mit soviel netten Menschen.. Olivia und Ihre Family in Oamaru, sowie Alicja in Wellington und jetzt Angela und Anhang in Maungakaramea… bleiben uns sicher lange in Erinnerung. 

Thanks New Zealand, we will definitely be back!… auch wenn du am Ende der Welt liegst…

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Mit dem Motorhome nach Wellington

In unserem neuen Motorhome konnte man sich im Gegensatz zu dem kleinen Campervan, tatsächlich richtig bewegen… ich konnte kochen, die Mädels am Tisch ihre Sticker-Alben bearbeiten und Steffi gemütlich auf dem Bett liegen und lesen… Gut dieser friedliche Zustand war so eigentlich nie gegeben, aber… es wäre räumlich in diesem riesigen Ding möglich gewesen. Man stand sich nicht andauernd auf den Füßen und konnte sich sogar umdrehen, also definitiv ein Upgrade zu unserem schnuckeligen Van an der Great Ocean Road.

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Nachdem wir uns im Pack N Save eigedeckt hatten ( Pack N Save ist quasi der Discounter in Neuseeland, aber für deutsche Verhältnisse, ist es von der Auswahl eher wie eine Metro für private Endverbraucher. Die Auswahl ist riesig und es gibt wirklich tolle Produkte. ), ging es Richtung Pazifischer Ozean nach Kaikoura.

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Die Autobahn an der Küste entlang erinnerte uns fast vom Panorama an die Great Ocean Route nur mit etwas mehr Wolken 😉

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Kurz vor Kaikoura hielten wir an einer kleinen Parkbucht direkt an der Straße und konnten von dort eine große Robbenkolonie direkt vor uns beobachten.

Das kleine Fischerdorf Kaikoura ist bekannt für sein hervorragendes Sea-Food, speziell für den Lobster und Crayfish… und diesen isst man stilecht mit einer Flasche Sauvignon Blanc direkt am Strand in einer der vielen „Imbissbuden“. P1090684.jpg Die Fish & Chips in einer fantastischen Qualität servieren. Die Maori-Schreibweise Kaikōura, bedeutet übersetzt kai = Essen/Mahl, kōura = Krebs/Languste. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Die Nacht verbrachten wir an einer die vielen „Free Camping Sites“, direkt am Strand. Als wir Morgens aufwachten, durften wir einer Gruppe Delfine bei Ihrem Spring-Wettbewerb zuschauen.

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Nach dem Frühstück ging es weiter Richtung Nelson, da wir dort einen Termin mit einem Techniker der Camper-Firma hatten, da unser Kühlschrank nicht funktionierte. Davor machten wir noch in Havelock halt, der „Capital-City of the Greenshell mussel“. Natürlich probierten wir auch hier die fangfrischen Grünschnabel-Muscheln in allen Variationen.

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Zoe und Lilith hatten während der Fahrten nun einen kompletten Tisch für ihre Ausmalbilder und Klebebücher. Aber zusammen mit den Krümmel und Apfelstückchen von Ihrem Proviant natürlich auch viel mehr Platz zum Chaos und Schmutz machen. Aber das gehört wohl zum Camper-family-Lifestyle dazu 🙂 Unser Kühlschrank war leider so spontan nicht reparabel, aber dafür übernahm die Mietfirma von nun an alle Kosten für die weiteren Campingplätze. Endlich mussten wir mal nicht mehr auf den Preis schauen…

Die Strecke von Nelson nach Picton eröffnete uns nochmals einen tollen Blick auf eine der vielen Meeresbuchten im Norden der Südinsel.

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Am nächsten Tag legte die „Interislander“, unsere Fähre Richtung Nordinsel ab… mit Ziel Wellington. 

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In Wellington besuchten wir Alicja, eine ehemalige Arbeitskollegin von Steffi, die in einer tollen alten Villa im Stadtteil Newtown wohnt, mit einem Parkplatz, in den unser Riesen-Schiff wie angegossen reinpasste.

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Die nächsten zwei Tage bekamen wir von Alicja eine wundervolle private Stadtführung. Den ersten Nachmittag und Abend erkundeten wir das urbane und vor allem kulinarische Wellington. Und am zweiten Tag besichtigten wir die Produktionsstudios der bekannten Macher der Herr der Ringe-Reihe um Peter Jackson und machten eine tolle Runde um die „Base“. Zum Abschluss ging es noch auf den höchsten Lookout mit einem herrlichen Blick über das abendliche Wellington. Abschließend zitiere ich mich einfach selbst, mit unserem Instagram-Post zu Wellington:

Eigentlich hatten wir beschlossen, dass wir nicht mehr in einer Großstadt wohnen möchten. Doch für Wellington würden wir vielleicht eine Ausnahme machen 😊. Hier findet man atemberaubende Natur und wunderschöne Sandstrände gepaart mit einer Urbanität und einem kulturellen und kulinarischem Angebot einer Metropole. Und das bei gerade einmal 180.000 Einwohnern… Wellington we ❤️ you… und wir kommen definitiv wieder!

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Sydney – Christchurch – Oamaru

Um 5.30 Uhr holte uns das Taxi an unserem Appartement in der Botany Road ab. Dementsprechend müde hingen die Kids auf dem Rücksitz und schauten mit verschlafenen Augen aus den Autofenstern aufs morgendliche Treiben in den Straßen von Sydney. Steffi und ich unterhielten uns sehr nett mit dem Taxifahrer, der eigentlich High School Lehrer ist und sich mit dem Taxifahren ein bisschen was dazu verdient. Er erzählte von dem auch in Australien etwas eingerosteten Schulsystem, dass seiner Meinung nach, dringend eine Reform benötigen würde, die zuständigen Behörden sich aber kaum bewegen würden. IMG_6184IMG_6186

Der doppelstöckige Airbus A380 der Emirates Airline brachte uns sehr komfortabel und ruhig innerhalb von drei Stunden an den Airport Christchurch. Wie immer lief unsere Routine ab… Handgepäck im Flieger zusammen suchen, bloß nichts vergessen, Geld abheben am ATM, SIM Karte kaufen… die trägen Kids zum Gepäckband schleifen… und vorher noch kurz zur Passkontrolle… aber hier lief es diesmal etwas anders als sonst.

Vorweg: unsere erste Bleibe in Neuseeland war eine 10-köpfige (!) Familie in Oamaru, etwas südlich von Christchurch, die wir über die Internet-Plattform „workaway“ ergatterten. Man arbeitet ein paar Stunden pro Tag und bekommt dafür eine kostenlose Unterkunft. Soweit so gut, nur benötigt man dafür offiziell eine Arbeitsgenehmigung in Neuseeland. Und da wir hier nicht wirklich nachgedacht haben und mal wieder zu ehrlich waren, lief es so ab:

Die Dame vom Immigration Office: „Hello welcome in New Zealand… your Arrival Card and passport, please.“ ( Auf der Arrival Card muss mein seinen Aufenthaltsort, bzw. seine Adresse in Neuseeland eintragen. ) „Oh, is this the address of a hotel or an apartment?“

Wir: „Oh no, this is a family, we help them a little bit.“

Immigration Office: „You help? How? You know the family?“

Wir: „Äh no… we don`t know them… we…“

Die Dame vom Immigration Office holte eine andere Dame dazu und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Diese Dame bat uns dann mitzukommen und vor einer verschlossenen Tür zu warten. Steffi und ich versuchten so leise wie möglich uns zu unterhalten: „Mist, warum haben wir das jetzt gesagt?“ 

Nach ein paar Minuten kam ein netter Herr zu uns und zeigte mir seine unzähligen Ausweise und stellte sich als Matthew vor… „Matthew, you can say Matt!“ Auf meinen Reisepass schauend, sagte er zu mir: „Max..imilian, can i say Max? Please follow me… the kids and your wife can stay here.“

Wir gingen in einen komplett kahlen Raum mit einem Tisch, zwei Stühlen und einer Kamera. Als Matt dann das Gespräch noch damit beginnt: „Max… what do you think is a Tourist Visa?“, merkte ich das es jetzt wirklich ernst ist. Ich erzähle ihm von unserer Reise und musste alle Länder aufzählen, die wir schon bereist haben und vorhaben zu bereisen. Ich zeigte ihm alle Buchungen, von Mietwägen und Campervans in Neuseeland. Zum Schluss musste ich ihm noch einen Nachweis unserer finanziellen Situation geben. Danach durfte ich wieder draußen warten.

Kurz darauf kam Matt wieder raus und gab uns unsere Reisepässe mit dem Hinweis, dass wir eine einmalige Verwarnung ausgesprochen bekommen. Und ihm versichern müssen, für die Unterkunft etwas zu bezahlen und nicht in Neuseeland zu arbeiten. 

Erleichtert schlichen wir zur Gepäckausgabe…

Erst gegen Abend erreichten wir Oamaru, beziehungsweise Weston ein kleiner Ort etwas außerhalb und wurden sehr herzlich von Olivia, Aaron und ihren acht Kindern begrüßt.

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Wir blieben für sieben Tage bei Olivia und ihrer Familie und hatten eine Menge Spaß. Olivia praktiziert mit Ihren Kids Home-Schooling, sprich es ist von frühmorgens bis spätabends immer volles Haus.

Die Mädels hatten endlich wieder andere Kinder zum spielen, Fahrräder, Roller und ein Trampolin im Garten. Wir machten mit Olivia und ihren Kids einen kleinen Ausflug ins benachbarte Timaru oder spielten zusammen Abends Kartenspiele. Wir kümmerten uns immer um das Mittag- und Abendessen, für fast 13 Leute schon fast immer ein kleiner Catering-Auftrag ;-).

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Außerdem „halfen“ wir beim Sauber machen und der Kinderbetreuung, diese Aufgaben teilten wir uns mit Mizuki, einer netten jungen Dame aus Japan, die auch über die Plattform „workaway“ bei Olivia wohnte.

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An unserem vorletzten Tag schauten wir uns „nur“ zu Viert noch das alte Hafenviertel von Oamaru an, sowie die Bucht der „Blue Penguin Colony“. Bis in die 70er Jahre war Oamaru eine der finanzstärksten Städte Neuseeland, die Schließung des Hafens traf die Stadt aber sehr hart. Doch Oamaru war eine der ersten Städte Neuseeland, die es verstand ihre historische Architektur touristisch zu vermarkten und der historische Hafen ist so zu einem beliebten Touristen-Ziel geworden.

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Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns nach dem Frühstück von Olivia, Aaron, Kheida, Ahnique, Tyeisha, Lakiea, Tariq, Priyah, Xavier and Emmett… 🙂

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Von Oamaru aus fuhren wir Richtung Lake Tekapo in der Region Canterbury, der 95qkm große Gletschersee ist der größte auf der Südinsel. Das Panorama dieses strahlend blauen Sees mit dem Mount Cook im Hintergrund könnte man aus allen Perspektiven sofort auf eine Postkarte drucken. Nicht weniger beeindruckend, vielleicht sogar noch cooler, war der Lake Pukaki.

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Die strahlend blaue Farbe erhalten die beiden Seen durch den Zufluss von Gletscherwasser, beziehungsweise den Abrieb des Gletscheruntergrundes.

Am Nachmittag fuhren wieder zurück nach Christchurch, wo wir in einem der vielen, sehr gehobenen Hostels übernachteten mitten in Christchurch Central. Die Stimmung in der Stadt war etwas gedrückt, durch den schlimmen Terroranschlag eine Woche zuvor.

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Mit knapp 350.000 Einwohnern ist Christchurch die größte Stadt der Südinsel, doch noch heute sieht man die verheerenden Folgen des schweren Erdbebens vom 22. Februar 2011, als hier 185 Menschen ums Leben kamen. Die komplette Innenstadt besteht immer noch aus einer riesigen Baustelle. 

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In der Nähe des Christchurch Airport verluden wir unsere Rucksäcke von unserem kleinen Toyota in unser 4-Personen Motorhome, mit zwei Doppelbetten, einer geräumigen Küche und eigenem Bad… unser zweites Camper-Abenteuer konnte beginnen.

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Sydney

Am letzten Morgen in unserem Camper schlich ich mich mal wieder, so gut es ging, mit Steffi aus dem engen Bett. Barfuss im feuchtem Gras stehend, fragten wir uns ein letztes Mal: „Weißt Du noch den Code für die Toiletten?“, wie die letzten zwei Wochen auf den unzähligen Campingplätzen.

Danach beobachtete ich eine kleine Gruppe an Surfschülern, die sich zusammen mit Ihrem Coach am menschenleeren Strand aufwärmten und sich in ihre Neoprenanzüge zwängten. Um dann ins tosende Meer zu laufen und hinter den ersten Brechern auf die perfekte Welle zu warten. Alles malerisch umrahmt von der aufgehenden Sonne.

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„Warum eigentlich nicht Australien, ein kleines Haus direkt am Strand. Bevor die Mädels aufwachen, noch kurz surfen gehen… gar nicht so schlecht…“ dachte ich mir bei dem Anblick.

Steffi und ich träumten schon die letzten Tag vor uns hin, wie schön es doch wäre, wieder irgendwann hierher zurück zu kommen. In diesen nicht mal vier Wochen haben wir uns in Australien verliebt…

Bevor wir auf die Stadtautobahn von Sydney fuhren, machten wir noch einen kleine Stop an einem Lookout, mit Blick auf die Sea Cliff Bridge. Wir verabschiedeten uns erstmal von den atemberaubenden Buchten und menschenleeren Stränden entlang der Küste zwischen Melbourne und Sydney. Wie toll muss auch der Rest dieses Kontinent sein, wo wir doch nur dieses kleine Stück des Landes gesehen haben…

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Sydney beeindruckte uns gleich mal mit seinen riesigen Vorstadt-Ausläufern und gab uns schonmal einen Vorgeschmack auf die Größe dieser Weltmetropole.

Unser Appartement lag in Waterloo in der Botany Road, in der Nähe des Nahverkehr-Drehkreuzes Redfort. Wir freuten uns alle unheimlich über die Geräumigkeit des Apartments, ZWEI (!) Schlafzimmer und ZWEI (!) Bäder mit Dusche, richtige Betten, und und und… nach zwei Wochen im Mini-Camper keine Selbstverständlichkeit mehr. Steffi, Zoe und Lilith blieben im Appartement und ich fuhr nochmal raus aus der Stadt, um den Camper abzugeben. Um beim Rückweg mit Bus und Train schonmal einen kleinen Einblick von Sydney zu bekommen.

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Am nächsten Morgen wollte ich nochmal zu dem Kamera-Geschäft, in welchem wir am Vortag etwas Zubehör für unsere Kamera gekauft hatten. Eigentlich hatte ich die richtige Straße eingegeben, doch leider gab es diese Straße zweimal in Sydney und deshalb machte ich eine weitere, ungewollte, Stadtrundfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Sydney.

Steffi wartete derweil mit Zoe und Lilith an der Train-Haltestelle ungeduldig auf mich. Die Kids waren noch etwas müde von den letzten Reisetagen und hatten sich eigentlich einen entspannten Chill-Out Tag im Apartment vorgestellt… keine guten Vorzeichen für einen Shopping-Tag im trubeligen Sydney. Denn wir brauchten noch das ein oder andere Kleidungsstück für die anstehende Hochzeit in Peru.

Irgendwie drängten wir uns durch die unzähligen Mall`s von Sydney. Phasenweise vetröstete ich die Mädels in den Spielzeugabteilungen, mit ausgiebigen Stöbern durch die riesige Auswahl… „coolio kuck mal hier!“… „hey das gibt es bei uns gar nicht!!!“

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Am nächsten Tag besuchten wir einen kleinen Market, bei dem wir neue, selbst gestrickte Klamotten für die Barbies von Zoe und Lilith kauften. Handgefertigt von einer netten Dame aus der Nähe von Heilbronn, die schon seit zwanzig Jahren in Sydney lebt.

Der Markt findet unter einer großen Autobahn-Unterführung statt, die übergeht zu einem der Wahrzeichen Sydneys, der Harbour-Bridge.

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Der Weg über die Harbour-Bridge ist wirklich einmalig, die Brücke selbst wirkt so riesig und massiv… und man blickt über den Hafen, die Opera und die beeindruckende Skyline von Sydney.

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Nach einem kleinen Mittagessen schauten wir uns noch die Rocks und den Hafen von Sydney an. Hier lag gerade die „Explorer of the Seas“ an, ein Kreuzfahrtschiff der Royal Caribbean International. Mit einer Länge von 311m gehört es zu den größten Kreuzfahrtschiffen der Welt.

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Den restlichen Nachmittag verbrachten Lilith und ich im Chinese Garden, auf einem der vielen liebevoll und toll angelegten Abenteuer – und Wasser Spielplätze in Sydney. Während Steffi und Zoe noch ein bisschen auf dem Paddy`s Market stöberten. Ein riesiger Markt für Souvenirs. Zoe wollte unbedingt als Erinnerung einen Stoff-Koalabären kaufen.

Eine Metropole, wie Sydney oder Melbourne kommt für uns, als Wohnort im Moment eher nicht in Frage, aber falls eine Großstadt mal wieder Thema sein sollte, glauben wir haben die australischen Großstädte definitiv eine hohe Lebensqualität.

An unserem vorletzten Tag durfte ich mal alleine den Vormittag verbringen und Steffi machte mit den Kids einen Abstecher zum malerischen Stadtstrand… dem Bondi-Beach.

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Dann hieß es auch langsam Abschied nehmen vom diesem tollen Land zwischen dem Indischen und Pazifischen Ozean. Wir haben nur solch ein kleines Stück von diesem riesigen Land und gleichzeitig kleinem Kontinent gesehen und doch ist es schwierig hier passende Worte zu finden. Jeder hat beim Reisen eine andere Wahrnehmung und seine persönlichen Hotspots und Highlights… bei uns ist hier tatsächlich der bekannte Funke übergesprungen. Strahlend blauer Himmel, jeden Tag Sonnenschein, atemberaubende Landschaften, menschenleere Traumstrände, sehr freundliche und aufgeschlossene Menschen, die tollen Städte Sydney und Melbourne, eine riesige Essensauswahl… Australia we like you… cheers mate!

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